von Thomas Freitag

Die Erfindung des Papiers wird bekanntlich Cai Lun um 105 n. Chr. zugeschrieben, obwohl es auch Funde aus China gibt, die auf etwa 200 v. Chr. datiert wurden. Schon damals wurden die Fasern gewässert und anschliessend unter Druck zu einem Papier gegautscht. Dieses Papier ersetzte die Schriftstücke an Höhlenwänden, Knochen oder Pergament.

Mit der Übernahme der chinesischen Schrift waren die Japaner bestrebt, das Papier ebenfalls zu erzeugen. Diese frühe Papierkultur der asiatischen Länder brachte rasch das Bedürfnis mit sich, die anfallenden Blattstapel in eine praktische Form zu bringen. Vornehmlich waren buddhistische Mönche mit der Verbreitung der religiösen Schriften betraut. Die hierzu meist verwendeten Schriftrollen hatten allerdings einige gewichtige Nachteile (wie beispielsweise das Zurückspulen, die mangelnde Haltbarkeit und die umständliche Lagerung), weswegen man nach einer besseren Lösung suchte. Da die heutigen Klebstoffe noch nicht verfügbar waren, behalf man sich mit mechanischen Bindearten. So wurden die Blattstapel mit Schnur oder Bast quer und senkrecht von oben nach unten zusammengebunden. Die Schnur oder Bastfäden waren von aussen deutlich sichtbar. Weil die damaligen Papiere die kalligrafierten Schriftzeichen nicht vollumfänglich absorbieren konnten, war das Papier praktisch nur einseitig beschreibbar und die Blätter wurden als Viertelbogen in der Mitte gefalzt und an der offenen Seite gebunden.

Eine klare Abgrenzung zwischen japanischen und chinesischen Bindungen scheint es in der Terminologie nicht zu geben. Heute wird das Gestaltungselement der vorne geschlossenen Viertelbogen auch bei industriellen Klebebindungen eingesetzt. Die seitliche Fadenheftung wird als reines Dekor-Element verwendet.

In der Vergangenheit stellte sich die Frage, was genau der Unterschied zwischen Chinesischer und Japanischer Bindeart ist. Bei Bubu haben wir uns auf folgende Unterteilung der asiatischen Bindearten geeinigt:

Japanische Bindung: Bindeart mit vorne geschlossene Viertelbogen 

Chinesische Bindung: Seitliche Fadenheftung mit Schnur, Bast oder Faden, bei der ein Blattstapel quer geheftet wird.

Natürlich können die beiden Bindearten auch kombiniert angewendet werden.

Wie der Name schon sagt, sind diese Bindearten traditionell in China und Japan weit verbreitet. Da das Layflatverhalten durch die mechanische Bindeart eingeschränkt ist und eine industrielle Verarbeitung daher nur bedingt möglich ist, werden diese Bindeverfahren heutzutage in der Regel nur bei sehr edel ausgestatteten Büchern eingesetzt.

 

Weitere Beiträge von Thomas Freitag

RUNDER VS GERADER RÜCKEN 

WANN IST EIN BUCH EIN BUCH?

GLAMOURÖSER GOLDSCHNITT

VON ELEFANTEN INSPIRIERT

von Jennifer Le Claire

«Papierkomplizen» ist eine grosse Liebeserklärung ans Papier. Die Branchenveranstaltung findet jährlich in Zusammenarbeit mit unseren Partnern Sonderegger AG und Fischer Papier AG im Papiersaal Sihlcity statt.

Grafiker, Veredler und Buchbinder aus ganz Europa präsentieren die neusten Trends und Kreationen aus dem Papier-Métier. Auch auf dem Programm stehen Referate zum Thema Typografie und Gestaltung. Die Papier- und Designexperten zeigen anhand eindrücklicher Beispiele ihrer Zunft ein beeindruckendes Repertoire an moderner Kommunikation. Die kreativen Werke in grosser stilistischer Bandbreite locken neben vielen bekannten Gesichtern aus der Grafik- und Agenturbrachen auch neue begeisterte Papier- und Buchfans.

Die hier vorgestellten Arbeiten wurden kreiert von den diesjährigen Referenten Oliver Bieräugl, Oliver Reichenstein und Harmen Liemburg.

Also liebe Papierbegeisterte: Tragen Sie den 7. April schon mal gross in Ihre Agenda ein. Wir freuen uns!

PAPIERKOMPLIZEN.CH

FISCHER PAPIER AG

 SONDEREGGER AG

Von Jennifer Le Claire

Wie "Handmade" und "Digital" sich ergänzen erlebten 28 kreative Teilnehmer beim Feierabend-Workshop am Abend des 8. Februar. Bubu lud ein, hinter die Kulissen zu blicken und Neues sowie Altbewährtes der Bücherherstellung zu entdecken.

Mit Leim, Nadel und Faden ging es ans Binden der Skizzenbücher mit Sina Giovanoli und Rahel Scheufele, während Christian Burkhardt PDF-to-Book Software live demonstrierte. 

Hier einige Impressionen vom Feierabend-Workschop@Bubu - Handmade Meets Digital. Wir haben es genossen!

Wer den Workshop verpasst hat, kann sich hier immerhin virtuell informieren:

HANDMADE IN DER HANDWERKLICHEN PRODUKTIONDIGITAL DANK PDF-TO-BOOK

 

BOB Design Ltd
Auf dem noch jungen Instagram-Feed der schweiz-englischen Agentur BOB Design (die übrigens das Branding für Bubu realisiert hat), werden neben aktuellen Auszügen aus dem Portfolio auch Einblicke ins Schokolade-Giessen gewährt.


ECAL
An der Ecole Cantonale d'art de Lausanne (ECAL) werden die Designer und Gestalter von Morgen ausgebildet. Neben Arbeiten von Studenten und Ausschnitten laufender Ausstellungen gibt es im Instagram-Feed der ECAL auch Einblicke in den Alltag auf dem Campus. Macht Lust auf ein Studium.

Frontify
Frontify ist ein junges aufstrebendes Startup aus St. Gallen. Es hat eine Brand Management Plattform entwickelt, die Unternehmen mit digitalen Styleguides ausstattet und deren Marke zu einem einheitlichen und stimmigen Auftritt verhilft. Stimmig ist auch Frontifys Instagram-Auftritt. Unbedingt checken.

Rifle Paper Co.
Was im November 2009 als kleine Unternehmung in der Wohnung des amerikanischen Ehepaars Anna und Nathan Bond begann, ist innerhalb weniger Jahre zu einer bekannten internationalen Marke für Papierwaren herangewachsen. Der Instagram-Feed von Riflepaper aus Florida besticht neben tollen Kalendern, Notizbüchern und Karten auch durch die stylische Inszenierung der Produkte.

Ueli Frischknecht
Appenzell, Glarnerland oder Val Müstair: Der Basler Fotograf und Visual Storyteller Ueli Frischknecht reist in die entlegensten Täler der Schweiz und hält die schönsten Naturschauplätze mit seiner Kamera fest. Seine Bilder haben etwas bezaubernd Mystisches und sorgen bei der Instagram Community weit über die Landesgrenzen hinaus für Begeisterung.

Nylon Magazine
Das amerikanische Lifestyle-Magazin setzt Themen aus Gesellschaft, Popukultur und Fashion mit Fotoreportagen und Interviews wirkungsvoll in Szene. Der etwas trashige Magazin-Look zieht sich auch auf Instagram durch: Ein buntes Sammelsurium an Gifs, Quotes, Musikausschnitten und Fashionstatements. Kurzum, eine inspirierende Wunderkiste!

von Caroline Meer


Zugegeben der Titel dieses Posts ist ein fieser Zungenbrecher, aber er sagt die Wahrheit: Nirgendwo sonst bekommt man so schnell und regelmässig neue Inspiration wie auf Instagram. Ob stylisch inszenierte Bücher, modernes Grafikdesign, Katzenbilder oder Menschen, die spannende Dinge tun: Im Sekundentakt gibt es neues Kreatives aus der ganzen Welt zu entdecken. Es bleibt einzig die Herausforderung, aus der Fülle an Bildern die tollsten Accounts rauszupicken.

Da wir auch immer froh sind um gute Tipps, posten wir hier eine Auswahl unserer Instagram-Favoriten. Und wer unsere eigenen Instagram-Accounts noch nicht kennt: Schau doch mal rein!

BUBU AUF INSTAGRAM

BOOKFACTORY AUF INSTAGRAM

 



Seit 1985 beginnt bei Bubu jedes Jahr mit einem Neujahrsbuch.
Traditonelles Buchbindehandwerk meets modernes Design: Das BNB 2017. Den korallenroten Umschlag zieren eingeprägte Bindeelemente (Design by BOB DESIGN London).
Eine Kombination aus Flatbook und Schweizer Broschur.
Dank seinen dicken und bundübergreifenden Seiten ist das Flatbook Swiss ein beliebtes Notizbuch für Zeichnungen und Skizzen.
Das «BUBUphon» von 1985: Öffnet man den Deckel, spielt Mozarts Kleine Nachtmusik.

von Caroline Meer

Ein neues Jahr ohne «Bubu Neujahrsbuch» wäre wie ein Buch ohne Seiten. Geht gar nicht. Deshalb hat sich Hans Burkhardt und sein Kreativteam auch für 2017 etwas besonderes ausgedacht. Das 32. Neujahrsbuch ist eine Kombination aus Flatbook und Schweizer Broschur, dessen dicke und bundübergreifende Seiten flach aufliegen und laut Zeichnen! Schreiben! Los! rufen. Mit seinem korallenroten und mit Prägungen veredelten Mantel ist das Notizbuch zudem eine kleine Schönheit, die man gerne mit sich herumträgt.

Das Bubu Neujahrsbuch wurde in den letzten 32 Jahren immer wieder neu erfunden. Waren es in den Achtziger- und Neunzigerjahren eher ausgefallene Experimente wie etwa das «BUBUphon» (1985), aus dem beim Öffnen des Deckels die kleine Nachtmusik von Mozart ertönte, geht der Trend seit den Nullerjahren wieder mehr in Richtung «Form follows Function». Der Fokus liegt auf der Vielfalt der buchbinderischen Verarbeitung sowie der Verbindung von traditionellem Handwerk und innovativem Schaffen. Und das Schönste: Die Neujahrsbücher sind und bleiben ein grosser Ausdruck für die Freude an der Arbeit.

So long and Happy New Year!


Die Details zum BNB 2017 «Flat Book Swiss»:

Inhalt:
- 26 Viertelbogen als Flatbkook geklebt, Buchblockstärke 8 mm, Papier Werkdruck 90 1.8-fach Vol.
- Nachsatz hinten aus Kaskad 225 gm² korallenrot, vollflächig auf letzte Inhaltseite geklebt

Decke:
- Museumskarton weiss 2 mm, ohne Rückeneinlage, breit abgesetzt, beidseitig überzogen mit Kaskad 120 gm² korallenrot
- Prägung auf Vorder- und Hinterdeckel

Finish:
- Eingehängt mit Spiegelvorsatz und Scharniermechanismus hinten
- Glatt beschnitten, ohne Farbschnitt



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Ein schönes Geschenk: Die schwarze Zahnpasta von Curaprox und ein schönes Schwarz-Weiss-Bild als Karte.
Schwarze Zahnpasta von Curaprox (Bild: www.curaprox.com)

von Corinne Hefti

Ich mag weisse Zähne. Und tiefenscharfe Duplex-Bilder. Wie sich das unter dem Motto “Black and White” kombinieren lässt und den glitzrig-farbigen Weihnachtstagen nüchterne Coolness entgegenbringt, liest du hier:

Kürzlich hat mir eine liebe Kollegin von schwarzer Zahnpasta erzählt. BLACK IS WHITE vom Schweizer Mundgesundheits-Profi Curaprox. Macht die Zähne weiss, das Lächeln breit, kommt hipp daher und ist stylish verpackt. So gut. Eine Tube gleich online geshoppt. 

Auch begeistert bin ich diese Tage vom neuen Duplexdruck über PDF-to-Book. Schwarz-weiss Bilder mittels schwarzer Flüssigfarbe und neuerdings einem zusätzlichen Grau (Light Black) umgesetzt. Das Resultat überzeugt mit erstaunlicher Bildtiefe und umschifft störende Farbstiche. Das “Kippen” in einen bestimmten Farbton entfällt. Eine Wohltat. Wichtig zu beachten einzig die richtige Bildaufbereitung - die technischen Kniffe dazu hier.

Nur wie lassen sich diese zwei Entdeckungen verbinden? Ganz einfach - die Hingucker-Zahnpasta kombiniert mit einer witzigen Schwarz-Weiss-Karte - ein cooles Präsent für meine Hipster-Freunde. Aber pssssssssst...

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Foto: BOB Design, London

Haben schöne Bücher eine Zukunft? Was ist ein schönes Buch? Lässt sich das Buch neu erfinden?

Diese und andere spannende Fragen rund um Bücher diskutierte Hans Burkhardt und die Agentur BOB Design vor einiger Zeit in einem Workshop mit Kunst- und Design-Studenten der Kingston University in London. Daraufhin entwarfen die Studierenden verschiedene Buch-Prototypen, die allesamt in einem Poster festgehalten wurden.

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Übrigens: Die Produktion des Neujahrbuches 2017 ist in vollem Gange. Wir stellen es Ihnen in Kürze hier vor!


Mehr zum Thema:

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Steppstichheftung in der industriellen Produktion.

von Corinne Hefti

The Design School an der Kingston University in London ist eine coole Kreativ-Community bestehend aus 1’200 Studenten plus Staff und hat 140-jährige Kunstschul-Kultur. Oft unter den Top 3 der Kreativ-Universitäten im UK gehandelt hat das Publikum ausserhalb der Design School bisher wenig über deren Schaffen erfahren. Das ändert jetzt….

In enger Zusammenarbeit zwischen The Design School und BOB Design entstand die “Both Sides”-Publikation. 12 konkrete Stories welche sich zwischen The Design-School-Kreativen und externen Partnern abgespielt haben. Beide Seiten kommen in den Geschichten zu Wort, das Zusammenspiel steht im Mittelpunkt. Die 2 Sichtweisen sind witzig und kreativ, in schwarz und weiss auch optisch ansprechend erzählt.

Als Softcover in Steppstichheftung realisiert wirken die Heftli modern und punkten zusätzlich dank handwerklichem Touch. Gesammelt im praktischen Schuber ein Must-have für alle The Design School-Fans! “Both Sides” - eine smarte Mischung aus Kreativität gepaart mit konkreter Relevanz zum echten Leben. 

Very well done, BOB Design und The Design School!

BOTH SIDES IM BINDORAMA

BOB DESIGN

THE DESIGN SCHOOL

BROSCHUREN BY BUBU

 

 

 

Ein Grund zum Feiern: Die Hardcover-Musterkollektion Spectrum 2 gewinnt den German Design Award in den Kategorien «Excellent Communications Design» und «Books» - verliehen vom deutschen Rat für Formgebung, der sich für die Entdeckung und Förderung von internationalen Design- und Gestaltungstrends stark macht.

Die Musterkollektion zeigt Bubus Bindevielfalt anhand von 14 unterschiedlich gebundenen und gestalteten Hardcover-Bänden auf, etwa einem Lederband mit Fadenheftung, rundem Rücken, Zeichenband und Blindprägung. Oder einem Flügelband mit Fadenheftung, Gewebeumschlag, kaschiertem Vorsatz und invertiertem Siebdruck. Idee und Konzept für dieses Miniatur-Bindorama stammt von der englischen Agentur BOB Design aus London, der wir an dieser Stelle herzlich danken für die gute Zusammenarbeit!

Aus der Spektrumreihe gibt es weiter die (zurzeit leider vergriffene) Softcover-Musterkollektion Spectrum 1 mit 19 verschiedenen Broschüren sowie Spectrum 3 mit fünf Musterbüchlein zum Online-Service PDF-to-Book.

 

MUSTERKOLLEKTIONEN BESTELLEN

GERMAN DESIGN AWARD

INSPIRATION AUS DEM VIRTUELLEN BINDORAMA

Der Feuerring ist Ausdruck von Lebensfreude und die Besinnung auf elementare Werte: Geselligkeit am lodernden Feuer und der Genuss von schonend grillierten, wertvollen Lebensmitteln.
Das Rezeptbuch-Set FEUER & RING, zwei Flatbooks mit schwarzem Schnitt im beidseitig offenen schwarzen Schuber, ist im August mit dem begehrten reddot award «Best of the Best»geehrt worden.
Beate Hoyer and Andreas Reichlin, die Erfinder des Feuerrings. (Bild: http://houseofswitzerland.org)
Die Form des Feuerrings ist kompromisslos auf das Wesentliche reduziert, und kompromisslos ist auch die Wahl hochwertiger Materialien und die Qualität seiner Verarbeitung.

Das Buch als Marketinginstrument für gehobene Konsumgüter. Dieser Anspruch ist Schwerpunkt in der aktuellen Ausgabe des Bubu-Magazins Bindestrich, anschaulich erläutert am Beispiel des Rezeptebuch-Sets FEUER & RING zum vielbeachteten Designer-Grill «Feuerring». Inhaltlich und in seiner äusseren Form genau auf den Feuerring und seine Zielgruppe abgestimmt, ist das Buch-Set mittlerweile zu einer Art Botschafter für den Feuerring geworden.

Für ihre Entwicklung erhielt die Feuerring GmbH des Küssnachter Stahlplastikers Andreas Reichlin und seiner Partnerin Beate Hoyer diesen Frühling den reddot award «Best of the Best», einen der wichtigsten internationalen Preise fur Produktdesign. Und auch das Rezeptbuch-Set FEUER & RING, zwei Flatbooks mit schwarzem Schnitt im beidseitig offenen schwarzen Schuber, ist im August mit dem begehrten Preis geehrt worden.

Mehr zu diesem spannenden Projekt erfahren Sie im nachfolgenden Interview aus dem aktuellen Bindestrich.


Frau Hoyer, was ist der Feuerring?

Er ist Ausdruck von Lebensfreude und die Besinnung auf elementare Werte: Geselligkeit am lodernden Feuer und der Genuss von schonend grillierten, wertvollen Lebensmitteln. Seine Form ist kompromisslos auf das Wesentliche reduziert, und kompromisslos ist auch die Wahl hochwertiger Materialien und die Qualität seiner Verarbeitung.


Weshalb haben Sie zum Feuerring das Rezeptbuch-Set FEUER & RING herausgegeben?

Den Impuls für ein Rezeptbuch gab die Foodstylistin und Rezeptkreateurin Judith Gmür, die für die Zeitschrift «Le Menu» mehrere Rezepte für den Feuerring entwickelte. Mit ihr wollten  wir das Buch realisieren. Dann lernten  wir den jungen Chefkoch Chris Züger kennen, der den Feuerring für die Kreation anspruchsvoller Menus nutzte. So kamen wir zum Entschluss: Wir  machen nicht ein Rezeptbuch sondern zwei, «FEUER – Menus voller Leidenschaft» und «RING –Rezepte für geselliges Rundum».


Wie sind die Bücher entstanden?

Ihre Herstellung war Teamwork von der ersten Stunde an: Schon früh ent-schieden wir uns für die Bindeart Flat-book, so konnte der Grafiker für die  Gestaltung und die Präsentation der  Fotos die vollen Doppelseiten nutzen.  Als besondere Knacknuss erwies sich dann allerdings die Wahl des Papiers – schliesslich musste jede einzelne Seite während dem Druckprozess individuell optimiert werden. So dauerte der Druck mehrere Wochen; der Lithograf richtete eigens im Keller der Druckerei seine Anlage ein.


Wie lief die Zusammenarbeit mit Bubu ab?

Uns hat von Anfang an die Fachkompetenz der Bubu-Mitarbeiter überzeugt. Der Kundenberater Urban Küng konnte sich rasch in unsere Vorstellungen und unsere Firmenphilosophie einfühlen und hat uns geholfen, das «Richtige» zu finden. Bei der Produktion wurden keine Kompromisse eingegangen, und bis hin zur früh angesetzten Vernissage unterstützte Bubu unsere Anliegen. Auch bei den Mitarbeitenden spürten wir die Begeisterung über das gelungene Werk, das hat uns besonders gefreut.

Wir leben im digitalen Zeitalter. Könnten Sie sich auch ein E-Book für den Feuerring vorstellen?

Nein, das können wir uns nicht vorstellen. Für uns steht das sinnliche Erleben an erster Stelle; die Haptik des  Buches ist uns wichtig, und die kann ein E-Book nicht bieten. In unserer hektischen Zeit soll uns der Feuerring auch als ein Entschleuniger im Alltag begleiten. Wir möchten diese Philosophie der Achtsamkeit und Langsamkeit stützen, indem wir Werte schaffen, die Bestand haben. Was gibt es dafür Passenderes als ein Buch!

Das Interview führte Andres Betschart.

 

BINDESTRICH DOWNLOADEN

WEBSEITE FEUERRING

 

 

Am 5. und 6. Oktober traf sich die Schweizer Grafikbranche zum alljährlich stattfindenden Rendez-vous des créateurs und feierte die Druckkunst in all ihren Facetten. Aussteller aus Design, Buchbindekunst, Siebdruck, Papier, Lithografie und weiteren Bereichen liessen die Herzen der Besucher höher schlagen. Auch wir waren vor Ort und präsentierten unsere neusten Kreationen.

 Durchgeführt wurde der Event im Museum Fondation de l’Hermitage in Lausanne.

Wir  bedanken uns für das Interesse der zahlreichen Besucher und den inspirierenden Austausch. A la prochaine!

Fotos: Jean-Marie Michel

Ein Buch mit vielen verschiedenen Finessen: Steifbroschur in pinker Fadenheftung mit sichtbarem Rücken, aufgesetzter Deck- und Schlusskarton (3-teilig), lasergestanzt.
Das Buchprojekt kann unter wemakeit unterstützt werden.
Christian Reichenbach unterwegs in Bogotá, 2015

von Corinne Hefti

Edel und natürlich kommt das Buch daher. Schwarz-weiss und eindrücklich die Bilder. Fair und unterstützenswert die Grundidee. Und den Kaffee, um den es hier geht, den stelle ich mir sowas von aromatisch, rein und fein vor!

“Dezalé - Café de origen” - ein wemakeit-Crowdfunding-Projekt von Chrigi Reichenbach. Der gleichnamige Bildband erzählt die Geschichte stolzer Kleinbauernfamilien in Inzá, Colombia. Mit Herz und Seele arbeiten sie tagtäglich für diesen sortenreinen Spitzenkaffee. Dieser wird ohne Zwischenhandel, direkt und limitiert an kleine Röstereien in der Schweiz exportiert. Der stolze Bauer erhält dadurch zirka 150 -170 % des aktuellen Marktpreises. Die Grundidee dieses sozialen Projekts stammt von Hansruedi Auer-Lopez. “Dezalé” wurde als Kooperative im Jahr 2001 gegründet. Heute sind 45 Familienbetriebe beteiligt.

Crowdfunding über wemakeit betreibt der Fotograf Chrigi Reichenbach, um den geschmackvollen Bildband bei Bubu in einer exklusiven Kleinauflage zu realisieren. Mit den aussagekräftigen Büchern lässt sich die Bekanntheit dieses hochwertigen Spezialitätenkaffees steigern, die Nachfrage erhöhen und damit den Bauernfamilien weiterhin faire Arbeit ermöglichen.

Den Buchfreaks untern den Lesern will ich die produktionstechnischen Finessen der geplanten Exklusivauflage nicht vorenthalten: Steifbroschur in pinker Fadenheftung mit sichtbarem Rücken, aufgesetzter Deck- und Schlusskarton (3-teilig), Laserstanzung. Weiterer Leckerbissen die fantastische Bildqualität dank dem Fotografen - merci Chrigi - und unserem einzigartigen Schwarz-Weiss-Workflow (Duplex) über Digitaldruck Indigo. Das umgesetzte Vorabexemplar hat definitiv überzeugt.

Apropos überzeugt - wer “Dezalé - Café de origen” unterstützen will, den Kaffee kosten und/oder den Bildband in Händen halten möchte - ist hier richtig: Wemakeit

WEBSEITE VON CHRISTIAN REICHENBACH

WEBSEITE VON DEZALÉ CAFÉ

PROJEKT AUF WEMAKEIT UNTERSTÜTZEN

 

 

Gleich geht's los: Die beiden Organisatorinnen Sina Giovanoli (links) und Corinne Hefti werfen nochmals einen Blick auf die Teilnehmerliste.
Der Workshop beginnt mit einer kurzen Einführung.
Und schon mittendrin: Workshopteilnehmerinnen am Leimen und Schneiden in der handwerklichen Produktion.
Geschäftsleiter Christian Burkhardt erklärt, wie man mit dem Online-Service PDF-to-Book aus einem PDF ein Buch erstellt.
Welche Bindeart eignet sich für welches Buchprojekt? Worskshop-Teilnehmer beim Fachsimpeln und Diskutieren.
Nach dem Workshop der wohlverdiente Apéro.
Am Schluss gab's für jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer ein personalisiertes Notizbuch.

Von Corinne Hefti

Unter dem Motto “Handmade meets digital - eine sehenswerte Verbindung” erlebten wir gestern einen ungezwungenen Workshop mit 26 motivierten Besuchern.

Leimduft hing definitiv in der Luft, während die Teilnehmer dank Sina Giovanoli und Rahel Scheufele miterlebten, wie ein Skizzenbuch von Hand entsteht. Zackig hingegegen die Live-Demo von Christian Burkhardt vom PDF zum Buch. Wir hoffen fest, die Buchlust ist aufgekommen!

Beim anschliessenden Apéro riche wurde körperlich aufgetankt und wacker diskutiert.

Wir haben es sehr genossen!

PS: Wer den Workshop verpasst hat, kann sich hier immerhin virtuell informieren:

HANDMADE IN DER HANDWERKLICHEN PRODUKTIONDIGITAL DANK PDF-TO-BOOK



Bilder: Feuerring GmbH / Büro Nord

von Caroline Meer


Das Rezeptbuch «Feuer und Ring» zum gleichnamigen Designer-Grill «Feuerring» hat den Red Dot Award in der Kategorie Communication Design 2016 gewonnen.

Auf 292 Seiten dokumentiert «Feuer und Ring» über 70 Rezepte, Making-Of-Fotos und Wissenswertes über den Feuerring. Bei der Gestaltung des Buches wurde die besondere Ästhetik des Grills mit seiner aus Stahl gegossenen Feuerschale und den scharfen Kanten aufgegriffen: Das Ergebnis ist ein Flatbook mit durchgehenden Seiten, veredelt mit mattschwarzem Farbschnitt, Siebdruck und goldener Titelprägung, das den Anschein erweckt, als wäre es aus einem Guss gefertigt worden. Die Fertigung des Buches erforderte ein anspruchsvolles Zusammenspiel zwischen industrieller und handwerklicher Produktion.

Alle Details zum Buch:

Papier: Lessebo ungestrichen
Bindung: Flatbook für perfektes Öffnungsverhalten und bundüberlaufender Gestaltung
Cover: dicke schwarze Pappe mit goldfarbener Titelprägung
Veredelungen: Mattschwarzer dreiseitiger Farbschnitt und Rücken per Siebdruck schwarz gefärbt
Masse: 212 x 276 mm, je Buch ca. 40mm Dicke
Gewicht: ca. 4 kg

Das Buch wurde ressourcenschonend regional produziert und von der Feuerring GmbH selbst verlegt.

Wenn Sie nun neugierig geworden sind und mehr über das Projekt «Feuerring» erfahren möchten, bleiben Sie dran: In Kürze lesen Sie hier ein Interview mit Künstler Andreas Reichlin, dem Erfinder und Designer des Feuergrills.

 

ZUR WEBSEITE DES FEUERRINGS

DER FEUERRING IM BINDORAMA

RED DOT AWARD

von Caroline Meer

 

Bücher anschauen und lesen ist toll, keine Frage. Aber noch viel toller ist es, ein Buch selber zu machen! Eine grossartige Anleitung dazu bietet das Buch "Bind it yourself" aus dem Haupt-Verlag.

Mit zahlreichen Fotos und in einfach verständlichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen wird gezeigt, mit welchen Methoden und Tricks man aus Papier und Karton  selbst gebundene Büchlein, Notizhefte, Leporellos und viele weitere kreative Dinge herstellen kann. Jedes Kapitel stellt eine eigene Bindeart vor und im letzten Kapitel lernt man, wie man den selbstgemachten Büchern mit einem schönen Einband den letzten Schliff verpasst.

Bind it yourself
Buchbinden leicht gemacht

1. Auflage 2016

ISBN 978-3-258-60142-7
108 Seiten, durchgehend farbige Abbildungen
Klappenbroschur
Haupt Verlag
ca. CHF 29.90
 

 

 

Hat gut lachen: Buchbindemeisterin und Schmuckdesignerin Rahel Scheufele hat ihren Traumberuf gefunden.
Präszisionsarbeit bis ins kleinste Detail.
BuchbinderInnen binden nicht nur Bücher. Rahels Abschlussarbeit in der Meisterschule war eine Kartonage für das Legespiel Triominos.
Für das Deckeldekor wurden Eierschalen zerbröslet, glattgeschliffen, lackiert und auf Leder aufgetragen.
Die Minibücher werden auf dieselbe Weise gefertigt wie richtige Bücher: Ein klebegebundener Buchblock aus Büttenpapier mit ca. 30 beschreibbare Seiten, einem farbigen Vorsatz und einem passendes Kapitalband.

Fotos: zVg von Rahel Scheufele

von Caroline Meer


Seit Anfang dieses Jahres haben wir eine Buchbindemeisterin im Haus! Rahel leitet die handwerkliche Buchbinderei und ist für die Ausbildung der jungen HandbuchbinderInnen zuständig. Nach einer dreijährigen Buchbinderlehre und einigen Jahren Berufserfahrung besuchte sie die Meisterschule in München. Sie gehört zu den Glücklichen, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben: 

„Ein Buch zu binden bedeutet für mich, durch die Kombination von kreativem Schaffen und handwerklicher Arbeit einer Idee mit meinen eigenen Händen Einzigartigkeit zu verleihen. Ich liebe es, innovative Werkstoffe und Techniken einzusetzen, um Praktisches in Kunst zu verpacken. Meine Vision ist es, etwas zu schaffen, das Freude, Anregung und Inspiration hervorbringt.“ 


Rahels Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet und ein Blick in ihr Portfolio zeigt: Buchbinderinnen und Buchbinder binden nicht nur Bücher, sondern rahmen auch Bilder ein, gestalten Überzüge, kreieren Buchschachteln und individuelle Anfertigungen. Dabei arbeiten sie mit verschiedensten Materielien wie Leder, Pergament, Holz, Glas und Kunststoffen.

Ein Beispiel dafür ist Rahels Abschlussarbeit aus der Meisterschule - eine hochwertige Edelkartonage aus feinstem Oasenziegenleder in smaragdgrün und nachtblau, in Form eines gleichseitigen Dreiecks für das Legespiel Triominos. Besonders auffallend ist das Deckeldekor. Hierfür wurden Eierschalen zerbröslet, glattgeschliffen, lackiert und auf Leder aufgetragen. Handwerkskunst auf hohem Niveau! Erwähnenswert auch Rahels Schmuckkollektion: Buch-Halsketten und Buch-Ohrringe. Die Ohrringe bestehen aus Minibüchern, die auf dieselbe Weise gefertigt werden wie richtige Bücher: Ein klebegebundener Buchblock aus Büttenpapier mit ca. 30 beschreibbare Seiten, einem farbigen Vorsatz und einem passendes Kapitalband.


Wir sind gespannt, was als nächstes kommt und halten Sie an dieser Stelle gerne auf dem Laufenden.

RAHELS WEBSEITE

EIN INTERVIEW MIT FAKSIMILE-SPEZIALISTIN MARION ALBISSER

EIN BLICK IN DIE PRODUKTION

Bei der Führung durch die industrielle Produktion.
Im handwerklichen Atelier werden Bücher von Hand gefertigt.
Macht Eindruck: Die edle Faksimile-Ausgabe des Book of Kells.
Es gab viel zu lachen: Corinne Hefti (links) und die Lernende Nadine Obrist im Interview.
Vielfältige Bindearten und Gestaltungsmöglichkeiten bestaunen im Bindorama.
Bilder: Caroline Meer

von Corinne Hefti


Hitzige Temperaturen, Picknick im Gepäck, Ohren gespitzt und Wissensdurst gross - ideale Voraussetzungen für die Schulreise genannt Exkursionstag der Lernenden (2. Jahr) der Gestalter Werbetechnik zu Graphos (Buchdruckmuseum) und Bubu.

Wer sich an dieser Stelle wundert, dieser Berufsbezeichnung noch nie begegnet zu sein, geht es wie mir. Auf Rückfrage bei den anwesenden Spezialisten erfahre ich die frühere Bezeichnung: Schrift-/Reklamegestalter. Ah, voilà.

Der Gestalter Werbetechnik gestaltet Schriften und Schilder, ist stark am Computer, schneidet und plottet und macht auch Nägel mit Köpfen - sprich montiert und verschönert direkt an Ort und Stelle.

Während 2 Tagen begrüssten wir 4 Gruppen à je 20 Lernenden herzlich bei Bubu. Ziel der Reise: hinter die Kulissen und in die Produktion schauen, Buchluft schnuppern, ein PDF zum Buch begleiten und grossformatige Lederbände stemmen. Wie die Lernende Nadine Obrist die Buchwelt erlebt hat, lest ihr hier im Kurzinterview:

Bubu: Liebe Nadine, schön bist du hier! Wo würdest du bei Bubu am liebsten arbeiten?
Nadine Obrist: Im Handwerk. Mir scheint die Arbeit dort sehr abwechslungsreich.

Bubu: Wie duftet für dich ein gutes Buch?
Nadine Obrist: Nach Leim… Und Kreativität (nach einer kurzen Pause).

Bubu: Wieviele Grad heiss schätzt du es in der industriellen Produktion oben?

Nadine Obrist: Warm. 22 Grad? Anmerkung der Redaktion - mindestens 26 Grad!

Bubu: Was nimmst du emotional von diesem Bubu-Tag mit?
Nadine Obrist: Die Erkenntnis, wie verdammt aufwändig so ein Buch in der Herstellung ist...

Bubu: Bitte nenne mir zum Schluss 3 Stichworte zu Bubu.
Modern, gross, vielseitig

Bubu: Danke, Nadine, für deine spontanen Antworten.


Wir haben uns über die vielen jungen Gestalter bei Bubu gefreut - schön wart ihr da! Und weil Bilder bekanntlich mehr als 1’000 Worte sagen… - rechts einige Pics.

PS1: Übrigens investieren wir bei Bubu gerne und viel in den Nachwuchs. Wir bieten 13 motivierten Lernenden einen Ausbildungsplatz.

PS2: Falls Sie bisher keine Schulreise zu Bubu erlebt haben, aber trotzdem sehen möchten, wie so eine Buchproduktion abläuft: Hier ein kleiner Einblick

GRAPHOS MUSEUM

AUSBILDUNG BEI BUBU

PDF-TO-BOOK

Runder Rücken vs gerader Rücken: Oft ein ästhetischer Entscheid.
Bei sehr umfangreichen Werken (ab zirka 8 cm Rückenbreite) wirkt sich ein runder Rücken positiv auf das Öffnungsverhalten aus.
Bücher mit geradem Rücken weisen nach dem Lesen oft einen schiefen Buchblock auf. Damit der Rücken wieder rechtwinklig zur Buchdecke liegt, blättert man das Buch einfach von hinten nach vorne durch. Seite für Seite gut öffnen und glattstreichen. Und siehe da – das Buch ist wieder in Form!

von Thomas Freitag

In diesem Blogpost liefere ich Ihnen Antworten auf diese Fragen: Wie wird ein runder bzw. gerader Rücken gefertigt? Wo liegen die Vorteile eines runden Rückens, was ist ein Schrenz und wie bringe ich ein Buch mit geradem Rücken wieder in Form?
 
Zuerst eine Ladung Theorie: Ein Buchblock kann gerade oder gerundet sein. Bei einem runden Buchblock wird der abgeleimte und beschnittene Buchblock mechanisch gerundet. Die Lagen am Anfang und am Ende des Buches werden in Richtung Vorderschnitt (beim vorliegenden Buch nach rechts) verschoben. So erhält der Block die runde Form. Das Runden stabilisiert den Buchblock und verhindert ein nach vorne „drücken“ der mittleren Lagen. Zudem „hängt“ der Buchblock des im Büchergestell gehorteten Buchs weniger in Richtung Fussbeschnitt (beim vorliegenden Buch am Fuss bzw. unten) durch. Das Runden wirkt sich speziell bei umfangreichen Werken positiv aus, weil diese auch über ein grösseres Papier-Eigengewicht verfügen.
 
Die Stärke der Rundung steht übrigens in Abhängigkeit zur Blockdicke. Unter dem Begriff “Blockdicke” verstehen wir die Messhöhe des Inhaltblocks. Dicke Blocks werden "voller" (stärker) gerundet und dünne Blocks erhalten eine verhältnismässig schwache Rundung.

Und nun zur Rückeneinlage (Karton im Rücken eines Buches): neben dem Block wird auch die Rückeneinlage der Buchdecke gerundet. Eine Buchdecke für ein Buch mit rundem Rücken bekommt als Rückeneinlage einem „Schrenz"(dünner Karton ab Rolle) verpasst. Dank diesem Schrenz entsteht der einzig nennenswerte Vorteil gegenüber geradem Rücken (dicker Karton). Der runde Rücken vermag sich bei umfangreichen Büchern dank dem Schrenz zu biegen und lässt sich deshalb besser öffnen. Durch diese Tatsache reduzieren sich auch die Kräfte, welche auf das Deckenüberzugs-Material im Bereich des Rücken-/Deckenscharniers wirken. Ein Brechen des Scharniers (Gelenk zwischen Buchrücken und Vorder-/Hinterdeckel) oder der Rückeneinlage wird verhindert.
 
Preislich macht der Entscheid ob rund oder gerader Rücken meist keinen Unterschied. Einzig bei grossformatigen Büchern (Basisformat über 27 cm) kann eine Rundung das Produkt verteuern.
 
Fazit:
- In der Praxis ist der Entscheid ob Rücken rund oder gerade oft ein ästhetischer Entscheid.
- Der Preisunterschied zwischen Rücken rund und gerade ist vernachlässigbar (ausser Grossformate).
- Bei sehr umfangreichen Werken (ab zirka 8 cm Rückenbreite) kann sich das Runden bezüglich Öffnungsverhalten (wie gut bleiben die Inhaltseiten offen) positiv auswirken.
 
Und hier noch der Expertentipp zum Schluss: Bücher mit geradem Rücken weisen nach dem Lesen oft einen schiefen Buchblock auf. Damit der Rücken wieder rechtwinklig zur Buchdecke liegt, blättert man das Buch einfach von hinten nach vorne durch. Seite für Seite gut öffnen und glattstreichen. Und siehe da – das Buch ist wieder in Form!
 
Gutes Verdauen und bis zum nächsten Mal!

 

Weitere Beiträge von Thomas Freitag

WANN IST EIN BUCH EIN BUCH?

GLAMOURÖSER GOLDSCHNITT

VON ELEFANTEN INSPIRIERT

Am 4. Juni wurde an der Drupa in Düsseldorf der 4. Hardcover-Award vergeben.
Foto: © www.hardcover-award.de
Platz 1 für das Bubu Neujahrsbuch 2016, das Flatorello.
Platz 3 für die Einladung zum Grafik-Event Rendez-vous des créateurs 2015.
Foto: © ECAL – Valentin Kaiser
Hans Burkhardt (ganz links) und Thomas Freitag (2 v. r.) mit den Auszeichnungen.
Die Drupa in Düsseldorf gehört zu den weltgrössten Printmedien-Messen der Welt.
Fachleute unter sich: Thomas Freitag stellt das Flatorello vor.

von Caroline Meer


Am letzten Wochenende wurde an der drupa, der weltgrössten Messe für Printmedien, der 4. Hardcover-Award verliehen. Wir freuen uns sehr über Gold und Bronze:

1. Platz für das Bubu Neujahrsbuch Flatorello

Das Flatorello ist das Bubu Neujahrsbuch 2016 und ist eine Kombination aus Flatbook und Leporello.

 

3. Platz für die Einladung RDVC 2015

Für den alljährlich stattfindenen Grafik-Event Rendez-vous des créateurs gestaltete Bubu in Zusammenarbeit mit seinen Partnern eine kreative Einladung in Form einer Mappe mit eingeklebtem Flatbook und Broschur in Steppstichheftung. Hergestellt aus verschiedenen Materialien, mit vielen Veredelungen und Siebdruck.


Für den Award werden jeweils die Hardcover prämiert, die hinsichtlich Gestaltung, Funktion und Material überzeugen sowie neue Wege beim Buchbinden aufzeigen. Die Initianten des Awards sind der Bund Deutscher Buchbinder e.V., die Fa H.-H- Schmedt GmbH & Co. sowie die Fachzeitschrift bindereport.


Weitere Infos zur Veranstaltung:

HARDCOVER-AWARD

PRINTMEDIENMESSE DRUPA

 

Inspiration zu besonderen Bindearten:

BUBU NEUJAHRSBÜCHER

VIRTUELLES BINDORAMA

von Caroline Meer

„The baby is born and I'm the proudest mom!“ So die Worte von Simona Baira, als sie vor ein paar Tagen zum ersten mal ihre fertige Diplomarbeit für das Studium Interaction Design an der höheren Fachschule für Gestaltung Bern in den Händen hielt. Inhalt der Diplomarbeit ist die Konzeption und Gestaltung einer digitalen Plattform, die alle Street Food Anbieter und Festivals der Schweiz abbildet und viele leckere Gerichte vorstellt.

Wir sind begeistert und inspiriert von Simonas Arbeit und teilen sie deshalb an dieser Stelle gerne mit euch. Viel Spass und bis zum nächsten Streetfood-Festival!

 

Details zum Produkt
- Softcover
- Klebebindung
- 106 Seiten
- Papier: Lessebo Rough 100 g/m2
- Cover: matt laminiert

 

PDF-TO-BOOK
WEITERE INSPIRATION AUS DEM VIRTUELLEN BINDORAMA

Diplomarbeit von Simona Baira, gedruckt und gebunden über den Online-Service PDF-to-Book. Alle Bilder ©Nicolas Napodano

Von Corinne Hefti

Eine schöne Tasse Tee, dazu ein gutes Buch. Diese Kombination klingt für mich durchaus verlockend.

Dass diese Grundidee vom Startup-Unternehmen Tea Tales aufgenommen, von Y&R Group Switzerland kreativ und stimmig gestaltet und von Bubu AG umgesetzt wurde, freut mich deshalb ganz besonders.

Die Sonderedition besteht aus 5 verschiedenen Teearomen. Jeden Teebeutel ziert ein winziges Buch als Etikette. Die Bedienungsanleitung fällt unkompliziert aus: Teebeutel rein, heisses Wasser dazu, Kurzgeschichte lesen und erst dann Tee trinken. Die Tea Tales-Kurzgeschichten wurden eigens für den passenden Tee geschrieben. Das Lesen des Mini-Buchs dauert exakt solange, wie der Tee für die Entfaltung des vollen Aromas braucht.

Dufte Idee, ansprechende Umsetzung - “Jöö-Effekt” garantiert!

Tea Tales Berlin

Y&R Group Switzerland

 

 

Von Caroline Meer

Die neuste Ausgabe des Bubu-Magazins «Bindestrich» steht ganz im Zeichen des Jubiläums: 75 Jahre Bubu! Hans Burkhardt, Thomas Freitag und Christian Burkhardt schauen zurück auf vergangene Zeiten und schlagen den Bogen zur Gegenwart und in die Zukunft.

Im zweiten Teil widmet sich der Bindestrich neuen Produkten und Dienstleistungen, den Mitarbeitenden sowie kreativen Events und Trends aus der Buchbinde- und Gestaltungsbranche. Viel Spass beim Lesen!

BINDESTRICH DOWNLOADEN (PDF)

BINDESTRICH FRANZÖSISCH DOWNLOADEN (PDF)

BLOGPOST «75 JAHRE JUBILÄUM»

«Kalam Kari - Erzählstoff aus Indien» ist das Buch zur Ausstellung im Völkerkundemuseum Zürich.
Das Buch «Fritz Haller, Architekt und Forscher» zeigt ausgewählte Projekte des herausragenden Schweizer Architekten.
Flatorello für das deutsche Modelabel Wunderkind.

von Caroline Meer


Heute gibt es was zu feiern, denn es ist Welttag des Buches! Dieser besondere Tag wurde 1996 von der UNESCO ins Leben gerufen, um das Kulturgut Buch ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und das Lesen zu fördern.

Wir haben das Glück, uns tagtäglich mit Büchern befassen zu dürfen! Darum stellen wir hier drei Exemplare vor, die uns besonders gut gefallen - sowohl inhaltlich als auch gestalterisch.


Erzählstoff aus Indien

Wer derzeit das Völkerkundemuseum in Zürich besucht, darf sich auf die Ausstellung «Kalam-Kari» freuen. Gezeigt werden farbintensive, in einem aufwendigen Prozess hergestellte Tempeltücher aus Südindien. Sie erzählen von Göttergeschichten und Epen und machen die reiche Erzähltradition Indiens sinnlich erfahrbar. Zur Ausstellungseröffnung erschien das Buch Kalam Kari - Erzählstoff aus Indien, das die Ausstellung in grossen Bildern inspirierend dokumentiert.

Kalam Kari - Erzählstoff aus Indien
Einband mit Klappen, broschiert
978-3-909105-67-0
Völkerkundemuseum der Universität Zürich, 2016

Die Ausstellung ist vom 11. März 2016 bis 5. Februar 2017 zu sehen.
ZUR WEBSEITE


Fritz Haller, Architekt und Forscher


Fritz Haller (1924–2013) gehört zu den einflussreichen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts auf dem Gebiet des industriellen Bauens. Hallers Werk umfasst ein beachtliches Spektrum an Bauten und Projekten, das von Schulgebäuden, Wohn- und Geschäftshäusern über Industriehallen und modulare Stahlbausysteme bis hin zu digitalen Planungswerkzeugen reicht. Das in Zusammenarbeit mit der Firma USM U. Schärer Söhne in Münsingen entwickelte Möbelbausystem «USM Haller» avancierte zu einer Marke von Weltrang. Der gta-Verlag hat vor kurzem ein Buch über den herausragenden Architekten herausgegeben. In ausgewählten Projekten zeigt es Hallers Vorstellung von Architektur, die sich in einem interdisziplinären Spannungsfeld aus Kunst, Technik und Wissenschaft bewegt.

Erwähnenswert bei diesem Buch ist die Machart. Seine flexiblen Deckel und die schmalen Kanten verleihen ihm trotz umfangreichem Inhalt eine ungewohnte Beweglichkeit.

Fritz Haller, Architekt und Forscher
Papierband mit flexiblen Deckeln und schmalen Buchkanten
978-3-85676-334-3
gta Verlag der Universität Zürich, 2015


Wunderkind

Der Titel dieses Buches ist Programm, denn die Publikation für das deutsche Modelabel Wunderkind ist im wahrsten Sinne des Wortes ein kleines Wunderkind. Es vereint die Vorzüge eines Flatbooks (gutes Liegeverhalten mit durchgehenden Seiten) mit jenen eines Leporellos (handlich und unkompliziert). Das Flatorello ergibt somit ein stilvolles und ungewöhnliches Werbemittel ab.

Wunderkind
Flatorello mit vollflächig kaschierten Deckblättern
Wunderkind GmbH Berlin, 2016

 

Weitere Bücher mit vielfältigen Bindearten und Verarbeitungstechniken finden Sie im virtuellen Bindorama sowie in der Neujahrsbuch-Galerie.

VIRTUELLES BINDORAMA

BUBU NEUJAHRSBÜCHER

75 Jahre Bubu - Happy Birthday!
Die Anfänge: Albert Burkhardt (rechts) 1941 mit seinen Mitarbeitern.
Thomas Freitag, Christian Burkhardt und Hans Burkhardt. (Foto: Fabio Meier)
1941 steht das Buch steht im Zentrum. 1984 wird das Logo moderner und zeigt ein abstrahiertes Buch. Mit dem Relaunch 2015 verschwindet das Buch aus dem Logo, der Begriff «binden» wird zentral, verbildlicht durch die Brücke zwischen den beiden «bu».
Bufalo – Burkhardts fadenlose Bindemaschine. Eine Erfindung von Albert Burkhardt.
Die Bufalo trug zur qualitativen Verbesserung der Klebebindung bei.
Bubu-Chronik: Betriebsfeste, Ausflüge oder die Lieferung neuer Ma­schinen - alles ist festgehalten.
Die ersten Bücher. Schon damals galt: Nur das Beste ist gut genug.

Ein Interview mit Hans Burkhardt, Christian Burkhardt und Thomas Freitag, geführt von Andres Betschart

 

Am 1. April 1941 lag die Schweiz als einsame Insel im faschistisch besetzten Europa. Der Aktivdienst prägte das Land, und die Lebensmittelmarken bestimmten das Menü auf dem Mittagstisch. In diesen unsicheren Zeiten gründete Albert  Burkhardt seine Buchbinderei.

Die Zeiten haben sich geändert – zum Glück meist zum Guten. Und auch Bubu hat heute mit dem Betrieb der ersten Jahrzehnte kaum mehr etwas gemein. Aber es gibt noch materielle Zeugen der frühen Jahre. Sie haben ihre Geschichte(n) und verkörpern Werte des Unternehmens. Hans Burkhardt (HB), Christian Burkhardt (CB) und Thomas Freitag (TF) machen sich ihre Gedanken zu den Objekten:

Bufalo – Burkhardts fadenlose Bindemaschine

HB: «Diese Maschine ist eine Entwick­lung meines Vaters zur qualitativen Ver­besserung der Klebebindung. Ich er­innere mich, wie er zu Hause auf dem Küchentisch auf Packpapier die Detail­pläne zeichnete. Eine Maschinenfabrik setzte diese in der Folge um und ver­kaufte mehrere hundert Maschinen.»


Das erste Firmenlogo

HB: «Als ich Mitte der 1980er­Jahre das neue Corporate Design von Jost Hochuli einführte, hatte das vorübergehend ein Zerwürfnis mit meinem Vater zur Folge, dem das alte Logo am Herzen lag. Nicht zuletzt aufgrund dieser Erfahrung stand ich dem Rebranding von 2015 offen ge­genüber – die Geschäftsführung hat den Prozess auch mustergültig umgesetzt.»

TF: «Die Reihe der Bubu-­Logos ver­bildlicht den Wandel Bubus in den letzten Jahrzehnten. Der Fokus hat sich vom Buch als Objekt hin zum Binden als Tätig keit verlagert, und zwar im weitesten Sinn verstanden: Wir binden Bücher, Menschen und Emotionen – und stellen uns den Herausforderungen des Online­ Zeitalters.»


Die Bubu-Chronik

HB: «Die Firmenchronik begründete mein Vater 1941, mittlerweile ist sie auf 18 Bände angewachsen. Betriebsfeste, Ausflüge oder die Lieferung neuer Ma­schinen: Alles ist festgehalten. Die Bände belegen, dass für Bubu das Wohl der Mit­arbeitenden immer wichtig war.»

CB: «Bubu ist ein Traditionsbetrieb – das heisst allerdings nicht, dass wir krampfhaft am Alten festhalten. Aber wir stehen zu Werten, die unseren Betrieb prägen. Dazu zählt auch die Solidität eines Familienunternehmens, das nach­haltig handelt und nicht auf den schnellen Profit aus ist.»

Die ersten Bücher

HB: «Mein Vater bewahrte die ersten  Bücher seiner Produktion auf. Sie sind von einwandfreier Qualität. ‹Nur das Beste ist gut genug›, lautete sein Credo. Dass die geforderte Qualität für ein Pro­dukt nicht immer ‹die beste› sein muss, konnte er nicht akzeptieren. Und zwei­fellos ist die hohe Qualität der Bubu­ Produkte noch heute für unsere Kunden ein wichtiger Wert.»

CB: «Schweizer Produkte müssen sich durch eine hohe Qualität auszeich­nen, da der Preis für Standardprodukte international unter Druck ist – eine an­spruchsvolle Gratwanderung. Mit den drei Standbeinen industrielle, handwerk­liche und digitale Produktion steht Bubu eine breite Palette von technischen Mög­lichkeiten zur Verfügung. So kann für jedes Projekt die günstigste Variante gewählt werden, was uns trotz hoher Lohnkosten auch international konkur­renzfähig macht.»

 

VISION ÜBER GENERATIONEN

PROFIS AUS LEIDENSCHAFT: DIE BUBU-MITARBEITENDEN

 

 

von Corinne Hefti

Kennt ihr sie noch, die Nähschachteln welche im Handarbeits-Unterricht anzutreffen waren? Gut gefüllt mit Nadelkissen, Schere, Faden, Massband und Fingerhut. Häufig aus Holz gefertigt, ausklappbar und über Generationen verwendbar. Ich habe an ihr gehangen – meiner persönlichen Nähschachtel, und sie liebevoll „Näschi-Box“ genannt.

Bernina Schweiz beglückt neuerdings NäheinsteigerInnen beim Kauf des Modells Bernina 330 mit einer Starter Box, gefüllt mit hochwertigen Nähutensilien. Als ausgetüftelte, mehrteilige Nähschachtel mit Magnetverschluss versprüht sie eine schlichte Eleganz ohne dabei ihre praktischen Eigenschaften einzubüssen. Mon Bijou heisst die Starter Box und genauso sieht sie auch aus!

Wenn sich damit die Freude am Nähen nicht wecken lässt…?

Danke, Bernina Schweiz, für diesen schmucken Auftrag, der bei uns definitiv nostalgische Gefühle geweckt hat!

PS: Das BERNINA Starter Paket mit der B 330 plus Bijou Box als Geschenk gibt’s übrigens ab sofort bei über 70 Fachhändlern in der Schweiz und nur solange Vorrat.

 

MON BIJOU IM VIRTUELLEN BINDORAMA

BERNINA SCHWEIZ

 

 

Laden Sie ihr Buchprojekt in Form eines PDFs in den Konfigurator und bestimmen Sie, wie ihr Buch aussehen soll: Es stehen Ihnen 14 Formate, 9 Papiersorten in verschiedenen Grammaturen sowie verschiedene Bindearten und Veredelungsvarianten zur Verfügung.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Vom Portfolio über Bildbände bis hin zu Diplomarbeiten und Werbebroschüren.
Zum Anfassen und Vergleichen: Das Musterset «Spectrum 3» enthält fünf Muster-Büchlein: Ein Hardcover, ein Flatbook, ein Softcover, eine Wire-O- sowie eine Heftbindung.
Spezielle Wünsche und Bedürfnisse, die nicht über den Online-Konfigurator abgewickelt werden können, klären wir gerne in einem Beratungsgespräch ab.

von Corinne Hefti


Die Auflagen werden kleiner, der Bedarf nach Einzelexemplaren grösser, die Produktionszeiten kürzer und die Budgets schmäler. Wir liefern Ihnen die perfekte Lösung, Ihr Buch ab Auflage 1 umzusetzen. Mit einer breiten Auswahl an Ausführungsmöglichkeiten drucken und binden wir Ihr «Baby». Das Geheimnis heisst PDF-to-Book, unser Online-Service von Bookfactory.

Einfach und kompetent führt Sie der Buch-Konfigurator durch die Buchproduktion. Transparent abgebildet - weil nicht ganz unwesentlich - der Stückpreis des gewählten Produkts.

Mit dem Musterset «Spectrum 3» visualisieren wir in natura 5 mögliche Ausführungen von PDF-to-Book online. Anfassen, vergleichen und auswählen erwünscht. Als Werkzeug parallel zum virtuellen Einkauf eine ideale Ergänzung. Die Papierkollektion (Version full oder light) zeigt Ihnen alle einsetzbaren Papierqualitäten in kompakter Form.

Einsatzideen sind Diplomarbeiten, Präsentationsbände Fotografie, Vorabexemplare für ein Meeting, Kleinserien (zB. Ihre Memoiren), Referenzbücher Architektur, bedruckte Gestaltungskonzepte beispielsweise für einen Pitch oder andere vielseitige Kommunikationsmittel.  

Wir freuen uns auf Ihre Bücher!

PS: Spezielle Wünsche und Bedürfnisse, die nicht über den Online-Konfigurator abgewickelt werden können, klären wir gerne in einem Beratungsgespräch ab. Kontaktieren Sie uns.

 

ZUM ONLINE-SERVICE PDF-TO-BOOK

MUSTERSET SPECTRUM 3 UND PAPIERKOLLEKTION

BERATUNGSSERVICE

Der Einband besticht durch den bedruckten Leinenumschlag, dessen Farbe Blau an die alten Notizbücher erinnert, in denen Martina Büchel vor langer Zeit ihre Erzählungen festhielt.
Der fadengeheftete Gewebeband wurde dreiseitig beschnitten, so dass die Kartontranchen sichtbar werden.
Schon seit vielen Jahren begeistert und berührt Martina Büchel die Leser und Leserinnen mit ihren Geschichten.

von Caroline Meer


Gestern zeichnete das liechtensteinische Amt für Kultur die schönsten Bücher aus Liechtenstein aus. Eine Auszeichnung erhielt auch das belletristische Werk «Nanas Gschechta», das letztes Jahr bei Bubu gebunden wurde.

Die Jury bewertete die Idee und Konzeption, die grafische Gestaltung, die Typografie, die Qualität des Druckes und des Einbandes, die verwendeten Materialien sowie den Gesamteindruck des Buches.

Inhaltlich wurden die Bücher nicht bewertet. Schade eigentlich, denn «Nanas Gschechta», von Martina Büchel im Unterländer Dialekt und auf Hochdeutsch geschrieben, erzählen aus dem Alltag einer Landwirtin, die ihr Leben lang hart gearbeitet hat und dieses Leben nun mit einem scharfsinnigen und humorvollen Blick in unsere Gegenwart zurückholt. Ein lesenswertes Zeugnis einer Zeit, die heute immer mehr in Vergessenheit gerät.

Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung aus Liechtenstein - oder in Martina Büchels Worten: «Miar hon grossi Fröd!»

 

Nanas Gschechta
ISBN 978-3-033-05061-7
2015

Verlag: Küfer-Martis-Huus, Ruggell
Gestaltung: Michèle Steffen, Schellenberg
Druck: BVD Druck+Verlag AG, Schaan
Bindung: BUBU AG, Mönchaltorf

 

NANAS GSCHECHTA IM BINDORAMA

DIE SCHÖNSTEN BÜCHER AUS LIECHTENSTEIN

 

 

 

 

 

Soeben erschienen: „Bekannte Unbekannte“ von Nora Stögerer über Grafikdesign in Österreich.
Die Gründerinnen: Andrea Wiegelmann und Kerstin Forster


Bilder: Triest Verlag

Von Corinne Hefti


Seit Anfang Mai 2015 setzen Andrea Wiegelmann und Kerstin Forster auf gut gestaltete und hochwertig produzierte Fachbücher aus Architektur, Design und Typografie. Schöne Bücher wie wir Sie lieben. Und – ein mutiger Schritt, weil es Neugründungen von Verlagen dieser Tage nicht wie Sand am Meer gibt.

Der neuste Wurf von Triest heisst übrigens „Bekannte Unbekannte“ von Nora Stögerer. Der frische „Rote“ über Grafikdesign in Österreich überzeugt sowohl inhaltlich als auch gestalterisch. Über Crowdfunding wurden 1000 Exemplare mitfinanziert. Und weil das Projekt erfolgreich abgeschlossen wurde, feiert der Triest Verlag am wemakeit-Festival am nächsten Samstag, 6.2.16 im Kaufleuten Zürich mit.

Weiter so, lieber Triest Verlag!

TRIEST VERLAG

WEMAKEIT-FESTIVAL

von Corinne Hefti

Am gestrigen Feierabend-Workshop@Bubu verpassten wir unseren kreativen Gästen eine zünftige Inspirationsdusche. Mitgenommen sah die Meute beim anschliessenden Apéro Riche aber nicht aus. Die Stimmung war locker-läbig. Für alle, die mitduschten, gibt es hier einige Impressionen zu sehen.

Wer den Workshop verpasst hat, kann sich virtuell inspirieren lassen:

BINDORAMA

PRODUKTION HAUTNAH


Bis zum nächsten Mal!

Gottfried Honegger 1986. Mit seinen Skulpturen und Werken zählt er zu den international wichtigsten konkreten Künstlern seiner Generation. (Bildquelle: NZZ)
Auf Besuch im Atelier: Gottfried Honegger zeichnet in ein Flatbook (2014).
Zu Besuch in Mönchaltorf (2006).
Skizzen, Aphorismen und Collagen in den Bubu-Neujahrsbüchern.
"Es braucht den Zufall, sonst verlieren wir die Vielfalt". Honegger glaubte an das Prinzip der Abweichung und mochte Imperfektion.
Kritischer Geist: "Wir haben durch die Sucht auf Gewinn die Wunder um uns verloren".
Collage: "Week-end - bitte Condom nicht vergessen (Farbe nach freier Wahl).

von Caroline Meer

Am Sonntag ist der Zürcher Künstler Gottfried Honegger im Alter von 98 Jahren gestorben.

Gottfried Honegger gehörte zu den international wichtigsten Vertretern der konkret-konstruktiven Kunst. Er arbeitete als Werbegrafiker, bevor er sich in den 50er-Jahren ganz der freien Kunst widmete. Honegger vertrat die Auffassung, dass Kunst, Leben und Alltag unmittelbar miteinander verbunden sein sollten.

In dieser Zeit entdeckte Honegger auch die Liebe zur Geometrie, die er als Grundlage des Universums, als Basis der Natur und der Kunst sah. Er dachte allerdings nicht in strengen Formen, sondern glaubte an das Prinzip der Abweichung. Er mochte die Abweichungen der Natur und sah im Imperfekten eine Bereicherung.

Zu Bubu hatte Gottfried Honegger eine besondere Verbindung. „Wir waren an der Herstellung seiner Bücher beteiligt und lernten ihn in den 80er-Jahren an einer Buch-Vernissage kennen“, erzählt Hans Burkhardt. „Als ehemaliger Dekorateur und Grafiker interessierte er sich sehr für das Buchbindehandwerk. Er schätzte das Bodenständige, die Vielfalt der Materialen, das Haptische". Bald entstand eine freundschaftliche Verbindung. Honegger bekam von Bubu jedes Jahr ein Neujahrsbuch geschenkt, das er jeweils mit sinnigen Aphorismen, Skizzen und Collagen füllte und bei gelegentlichen Besuchen in Mönchaltorf vorbeibrachte.

Hans Burkhardt war ab und an in seinem Atelier auf Besuch. „Ende Januar hätten wir wieder abgemacht“, sagt er. „Nun schaue ich mir vielleicht den Film Für eine schöne Welt an, der die Tage in den Kinos läuft und mitunter Gottfried Honegger gewidmet ist.


TRAILER ZUM FILM «FÜR EINE SCHÖNE WELT»LESENSWERTER NACHRUF IN DER NZZ VOM 18. JANUAR

GALERIE NEUJAHRSBÜCHER

von Thomas Freitag

Mein heutiger Bericht ist den Elefanten gewidmet. Uns Buchbinderinnen und Buchbinder verbindet nämlich einiges mit diesen Tieren. Wir sind nicht nur gutmütig und haben ein gutes Gedächtnis - eben ein Elefantengedächtnis - wir arbeiten auch seit Generationen mit Elefantenhautpapier. Nun bitte nicht erschrecken! Das Elefantenhautpapier besteht keinesfalls aus echter Elefantenhaut, sondern aus Zellstoffen von Laub- und Nadelbaum-Holzschnitzeln. Die Beschaffenheit dieses Papiers ist äusserst robust und die leicht marmorierte, geschmeidige Oberfläche ist kratz- und scheuerfest.

Wie echte Elefantenhaut hält das Elefantenhautpapier grossen Belastungen stand und eignet sich für Bucheinbände, als Vorsatzpapier, für Speisekarten, zum Auskleiden oder Überziehen von Geschenkboxen, für Urkunden und Zertifikate. Beliebt ist es auch in der Kalligraphie und für Origami. Übrigens, der Begriff Elefantenhaut ist ein geschützter Markenname der Firma Zanders in Bergisch Gladbach.

Leider ist das Elefantenhautpapier wie der Elefant vom Aussterben bedroht. Es wird immer weniger verlangt, da es günstigere Alternativen gibt. Ich bin aber nach wie vor ein grosser Fan von diesem Papier, denn es ist sehr hochwertig, fühlt sich gut an und ist langlebig wie ein Elefant.

Ach ja, falls Ihnen mal danach ist, einen Elefanten zu streicheln: Es gibt elefantenhautartige Buchüberzüge aus Kunststoff mit einer ledrig-narbigen Struktur - wie echt!

Bis zum nächsten Mal!

PS: Gibt es etwas, was Sie schon immer mal über Bücher wissen wollten? Schreiben Sie mir. Thomas.Freitag@bubu.ch

Für Origami sehr beliebt: Elefantenhautpapier
Elefantenhautpapiere werden für Bucheinbände, als Vorsatzpapier, für Speisekarten, zum Auskleiden oder Überziehen von Geschenkboxen, für Urkunden und Zertifikate eingesetzt. Es gibt sie in Schwarz und Tönen aus Beige, Blau, Braun, Grau und Grün.
Notizbuch mit Überzug aus Elefantenhaut-Imitat.
Narbig-ledrige Struktur wie echt: links das Imitat und rechts die Originalhaut eines Elefanten.

von Corinne Hefti

 

Es gibt Sie seit 31 Jahren. Sie sind häufig rot und weiss, treffen am ersten Arbeitstag im neuen Jahr bei den Glücklicken ein, sind selten bedruckt, oft cool, manchmal weich und manchmal herzig – und immer was Besonderes. Es geht ums BNB, sprich Bubu Neujahrs-Buch.

Das BNB 2016 ist ein Flatorello. Ein Mix zwischen Flatbook und Leporello. Eindrücklich bezüglich seiner Länge, obschon es auf diese bekanntlich nicht ankommt. Eine buchbinderische Herausforderung ist der Flatorello unbestritten. Unsere Freude daran entsprechend gross. 

Wir hoffen, Sie lassen sich anstecken!

PS: Seinem Erfinder - Hans Burkhardt – gehen die Ideen übrigens noch lange nicht aus. Er ist gedanklich bereits beim nächsten Streich…


MATERIALIEN UND FERTIGUNG

NEUJAHRSBÜCHER 1984 - 2016

Mischung zwischen Flatbook und Leporello: Das Neujahrsbuch 2016.
Flatbook meets...
... Leporello!
Und so wird es verschickt.

Wir wünschen Ihnen erholsame Feiertage und einen guten Start ins 2016 - und zwar auf bayrisch, türkisch, italienisch, französisch, russisch, albanisch, portugiesisch, kroatisch, balinesisch und schweizerdeutsch!

Bleiben Sie gesund, feiern Sie schön und nehmen Sie sich zwischendurch mal Zeit für ein gutes Buch. 

 

 

Weihnachtszeit ist Kartenzeit! Viele Karten landen jedoch schnell im Altpapier und sind vergessen. Die Firma Emmentaler hat sich deshalb etwas besonderes ausgedacht: Ihre Weihnachtskarten transformieren sich durch raffiniertes Zusammenstecken in einen Smartphone-Steller, auf dessen Rückseite ein Rezept zum Nachkochen aufgedruckt ist. Kochen und Lesen gleichzeitig hat sich jedoch noch nie wirklich bewährt, deshalb kann man das Rezept unter www.emmentaler.ch/xmas aufrufen, wo Chefkoch Jann Hoffmann und SRF 3-Moderator Philippe Gerber die einzelnen Schritte über ein Audiovideo erklären. Das Smartphone dann auf den Steller setzen und los geht's!

Durch die stabile Konstruktion aus Softtouchlamiage ist der Smartphone-Steller robust genug, um auch nach Weihnachten noch für weitere Koch-Sessions eingesetzt zu werden.

Konzept und Gestaltung: Leo Burnett Schweiz
Kunde: Emmentaler
Beratung Materialien und Herstellung: Bubu AG

PS: Übrigens, beim Rezept handelt es sich nicht etwa um Weihnachtsguetzli, sondern um pikante Ämmitauer Muffins! Sehr fein und einfach zu backen!

Corinne Hefti ist begeisterte Kundenberaterin - auch on the road - für Kreative. Leuchtende Augen bekommt Sie bei coolen Büchern, warmen Kachelöfen, feinem Fleisch und lebhaften Gesprächen mit Jung und Alt.
Die Gutschein-Büchlein wurden industriell gefertigt und bestechen durch einen feinen Gewebe-Einband und angenehmes Öffnungsverhalten.
Der Restaurant-Tipp hält, was er verspricht: Im Restaurant Riviera gibt es feine Kalbsleberli, serviert vom charmanten Wirt Massimo Luca Messina
Schön war's, danke!

von Corinne Hefti


Sie kommen schon appetitlich daher – die knalligen Büchli «Essen gehn!». Es gibt sie für 4 Städte. Das Konzept ist clever und cool: Sie gehen mindestens zu zweit Essen und das Restaurant schenkt Ihnen die günstigere der 2 Hauptspeisen. Das Wunderteil kostet CHF 70.-, ist handlich und hübsch und entführt Sie in die schönsten, feinsten, sympathischsten Restaurants der gewählten Stadt. Viel Spass beim Verschenken oder noch besser - selber ausprobieren!

www.essengehn.ch

Konzept: René Grüninger PR
Gestaltung: Raffinerie AG für Gestaltung http://www.raffinerie.com

Detaillierte Infos zur Bindung und Fertigung finden Sie im Bindorama


PS. Gestern beim Zmittag in der Riviera – sehr empfehlenswertes Lokal mit charismatischem Luca Messina und ausgezeichneten Kalbsleberli…

Der Bindestrich (ehemals Buch-Architekt) hat ein neues Layout erhalten.
Rebranding: Bubus neues Logo
Tom Ballaman (Verkaufsleiter pdf-to-book) und Artur Wall (Produktionsleiter
digitale Produktion) auf Expedition.
Wichtiges Getränk: Bubu-Mitarbeiter haben dieses Jahr bereits 43’203 Kaffees getrunken.

von Caroline Meer

Das Jahr ist noch nicht ganz zu Ende, aber wir ziehen bereits eine deutliche Bilanz: 2015 war wild und brachte viele Veränderungen! Nicht einmal unseren Namen haben wir behalten, denn mit dem Rebranding verwandelte sich die «Buchbinderei Burkhardt» offiziell in «Bubu AG».

2015 war auch das Jahr der spannenden Projekte: Neben den vielen Buchprojekten von Kunden aus dem In- und Ausland entwickelten wir den Buchkonfigurator und lancierten eine Mobile App, mit der man Fotobücher erstellen kann. Und während wir 7’076’252 Bilder in Fotoprodukte verarbeiteten und 4 Auszeichnungen für unser Buchhandwerk gewannen, waren zwei unserer Mitarbeiter mal eben auf einen 6613 Meter hohen kirgisischen Berg gekraxelt (siehe Blogpost). Wenn so viel passiert, muss man wach sein - und das schafft man nur mit ganz viel Kaffee. Die Bubu-Mitarbeiter haben dieses Jahr laut Statistik bereits 43’203 Kaffees getrunken.

Das war die Mini-Version von 2015. Was bei Bubu sonst noch so gelaufen ist und was noch kommt, können Sie etwas ausführlicher im «Bindestrich» nachlesen. Der Bindestrich ist das jährlich erscheinende Magazin von und über Bubu. Und ja, auch hier hat sich was geändert - das Magazin hiess nämlich vorher «Buch-Architekt». Schauen Sie mal rein!

BINDESTRICH

BINDESTRICH FRANZÖSISCH

 

 

Papierkomplizen 2016: Die Flyer sind schon da und die Einladungen gehen bald in Produktion.
Die Einladung 2014 gewann den zweiten Platz am European Design Award in der Kategorie «Cards & Flyers». Sie wurde aus dem Spezialpapier MultiLoft gefertigt - einem einseitig beschichteten Papier, das auf Druck zusammenklebt und sich vor allem für dickere Einladungen, Visitenkarten und Plakate eignet. Konzept & Design: Viola Zimmermann www.viola.ch
Papierkomplizen 2014: Impressionen (Quelle: www.papierkomplizen.ch)

von Caroline Meer

«Papierkomplizen» ist die Veranstaltung rund ums Papier, oder besser gesagt eine grosse Liebeserklärung ans Papier, die wir bis jetzt alljährlich im November durchgeführt haben -  in Zusammenarbeit mit unseren Partnern Sonderegger AG und Fischer Papier AG.

Nun haben Sie sich bestimmt gefragt, wo denn die Papierkomplizen dieses Jahr geblieben sind. Aus terminlichen Gründen wurde der Event auf den 8. April 2016 verschoben. Dann stellen Aussteller aus ganz Europa im Papiersaal Zürich die neusten Trends und Kreationen aus dem Papier-Métier vor. Auch auf dem Programm stehen Referate zum Thema Typografie und Gestaltung.

Also liebe Papierfetischistinnen und Papierfetischisten: Warten ist angesagt. Aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Unser Tipp: Holen Sie sich einen Vorgeschmack aus dem letztem Jahr (siehe rechts) und tragen Sie den 8. April schon mal gross in Ihre Agenda ein. Wir freuen uns!

PAPIERKOMPLIZEN.CH

FISCHER PAPIER AG

 SONDEREGGER AG

Das sind keine Goldbarren, sondern Bücher mit vergoldeten Schnittkanten - dem sogenannten Goldschnitt.
Früher diente der Goldschnitt dazu, das Buch vor Schmutz und Staub zu schützen.
Heute wird der Goldschnitt in erster Linie als Gestaltungselement eingesetzt.
Thomas Freitag ist gemeinsam mit Christian Burkhardt für die Geschäftsführung bei Bubu verantwortlich. Er hat eine Passion für Papier und alles was man daraus erschaffen kann. Sein Kaffeeverbrauch ist grenzwertig, dafür hat er jeden Tag sieben neue Ideen. Thomas bloggt an ausgewählten Freitagen zu Trends und Eigenarten aus der Buchbindewelt.

Heute wird es glamourös: Thomas Freitag bloggt über den Goldschnitt!


Immer wieder möchten Kunden wissen, wie das maschinelle Anbringen eines Goldschnitts funktioniert. Darum hier eine kurze Einführung in diese faszinierende Veredelungsart.

Der Goldschnitt gehört zur Schnittveredelung. Darunter fallen auch der Farb- und der Silberschnitt. Die Schnittveredelung diente ursprünglich zum Schutz gegen Staub und Schmutz, heute wird sie vor allem als gestalterisches Element eingesetzt. Bücher mit Goldschnitt wirken edel und verströmen einen gewissen Glamour.

Bevor es industrielle Prägefolien gab, wurde der Goldschnitt mittels Echt-Blattgold aufgetragen. Dafür wurde die Schnittfläche mit Schleifpapier abgeschmirgelt und mit Eiweiss grundiert. Danach wurde von Hand das Blattgold aufgetragen. Manchmal ging man im Veredelungsprozess noch eine Stufe weiter und prägte mit einer Walze Verzierungen und Ornamente - sogenannte Punzierungen - in die Schnittfläche ein.  

Bei industriell gefertigten Büchern wird der Goldschnitt mit aluminium-metallisierten Prägefolien gefertigt. Dieser Prozess sieht folgendermassen aus: Zuerst wird der Buchblock zusammengepresst. Danach werden an den Schnittkanten je 0.3 mm vom Buchblock weggeschnitten. Im nächsten Schritt wird der Block in zwei Abstufungen geschmirgelt. Nun ist er bereit für die Prägefolie, die mit einer heissen Walze auf den Schnitt aufgetragen wird. Am Schluss ist wichtig, dass das Buch aufgefächert wird, da die einzelnen Seiten durch die Prägefolie etwas zusammenkleben.

Voilà - und fertig ist der Goldschnitt! Bis zum nächsten mal!

von Caroline Meer


Statt zum Feierabendbier ging es gestern für 44 Kreative zum Feierabend-Workshop nach Mönchaltorf. Im Zentrum der Veranstaltung stand eine Inspirationsdusche und der Austausch von Ideen rund ums Buch - von Materialien über Bindearten bis hin zu Design und Technologie.

Von den drei angebotenen Workshops wählten die Besucher zwei Favoriten. Wer sich für das "Bindorama" entschieden hatte, bekam von Corinne Hefti und Tom Ballaman vielfältige Gestaltungsideen aus dem Bindorama gezeigt. Thomas Freitag führte in seinem Workshop durch die Produktion, wo die Besucher hautnah die Entstehung von Büchern miterleben konnten. Im dritten Workshop stellte Urban Küng die kompakte Ideen-Box "Spectrum II" vor. 

Beim anschliessenden Apéro riche wurde weiter gefachsimpelt und diskutiert. Und natürlich angestossen: Auf einen gelungenen Abend und auf die Bücher!

ZUM VIRTUELLEN BINDORAMA

PDF-TO-BOOK

BLICK IN DIE PRODUKTION

SPECTRUM II

 

 

 

Tom Ballaman zeigte, dass auch Metallplattten bedruckbar sind.
Da gibt's viel zu schauen: Vielfältige Bindearten und Gestaltungsideen im Bindorama, erklärt von Corinne Hefti.
Beim Rundgang durch die industrielle Produktion: Thomas Freitag erklärt, wie gefalzt wird.
Ideen-Box "Spectrum II"
Kleine Geschenke: Neujahrsbuch 2015 und fadengeheftete Notizbücher

von Caroline Meer

In der aktuellen Ausgabe berichtet das Reise- und Kulturmagazin „Transhelvetica“ über die Faksimile-Ausgabe des Heilspiegels, die im Sommer an das Kloster Einsiedeln übergeben wurde. Das Lehr- und Andachtsbuch aus dem Mittelalter ist ein Paradebeispiel für die traditionelle Buchbindekunst bei Bubu (siehe Bericht vom 23.6.). Aber wer erweckt eigentlich die alten Buchbinde-Maschinen aus ihrem Dornröschenschlaf und bindet die edlen Bände in Pergament ein? Die Meisterin heisst Marion Albisser und leitet seit 17 Jahren die Faksimile-Abteilung bei Bubu.

Marion, eines deiner Markenzeichen sind die vielen Tätowierungen. Im Mittelalter hättest du damit wohl als Hexe gegolten. Welche Bedeutung haben die kleinen Kunstwerke auf deiner Haut?

Wie das Buchbindehandwerk hat auch das Tätowierhandwerk eine lange Tradition. Und alles was mit Geschichte und Tradition verbunden ist, fasziniert mich. Tätowierungen sind Teil der Menschheitsgeschichte. Wusstest du, dass bereits Ötzi aus der Bronzezeit tätowiert war?

Als ich mir meine erste Tätowierung stechen liess, wusste ich: Das ist erst der Anfang. Ich sehe meinen Körper als eine Leinwand, die sich im Laufe des Lebens zu einem vollständigen Bild wandelt. Aus diesem Grund habe ich mich für die japanische Tätowierkunst entschieden. Sie entspricht genau dieser Philosophie. Die Tätowierungen sind auf meinen Körper zugeschnitten. Jedes neu dazukommende Sujet fügt sich nahtlos ein, so dass am Schluss eine Einheit entsteht. Ich entscheide mich immer bewusst für eine Tätowierung. Sie muss zu meiner Persönlichkeit passen. Trends und Trash mag ich nicht. In der japanischen Tätowierkunst gibt es viele Symbole wie Geishas, Koi-Karpfen, Kirschblüten, Drachen und Pfingstrosen. Sie haben alle eine Bedeutung und inspirieren mich.


Du bewegst dich zwischen zwei Welten: Tagsüber traditionelles Buchbindehandwerk und am Wochenende Shootings als Alternativ-Tattoo-Model. Bist du ein gegensätzlicher Mensch?


Das kann man so sagen, ja.

Das Buchbindehandwerk verleiht mir eine gewisse Sicherheit und Bodenständigkeit. Aus dem ruhigen, genauen und konzentrierten Arbeiten gewinne ich viel Energie. Hier entspreche ich wohl ganz dem Klischee der introvertierten Buchbinderin (lacht). Am liebsten arbeite ich an komplexen Projekten, die lange dauern und eine gute Planung erfordern. Da kann ich mich richtig reinknien und meine Kreativität ausleben.

Als Alternativ-Tattoo-Model für Modelabels, Musik- und Werbefilme hingegen muss ich schnell in verschiedene Rollen schlüpfen und wandelbar sein. Da ist immer Action angesagt. Das erfordert viel Spontaneität und ein extrovertiertes Auftreten. Auch das gehört zu mir, obwohl ich mich teilweise dazu überwinden muss. Aber das tut mir gut (lacht).


Was fasziniert dich so am Buchbindehandwerk?


Beim Buchbindehandwerk geht es immer darum, Lösungen für Probleme zu finden. Wir beschäftigen uns oft mit ausgefallenen Projekten, die manchmal merkwürdige Fragen aufwerfen, zum Beispiel: Wie integriere ich Kunstrasen in ein Buch? Oder: Wie mache ich aus einer Schiefertafel ein Buch? 2002 entwickelten wir ein Buch zur Expo. Unsere Idee war, aus den Überzügen der Pavillons Buchumschläge herzustellen. Die angelieferten Pavillon-Überzüge waren riesig und unhandlich, ausserdem stanken sie fürchterlich. Also mussten wir uns zuerst darum kümmern, dass sie gewaschen und zerlegt wurden. Was ich damit sagen möchte: Hinter dem fertigen Buch steckt oft ein langer Prozess aus Denkarbeit, Organisation und Machen. Ich mag diese Komplexität. Sie macht meinen Job vielseitig und kreativ.

Auf welches Projekt bist du besonders stolz?

Auf die Faksimile-Ausgabe des „Book of Kells“. Das Original wurde um 900 nach Chr. von irischen Mönschen geschrieben und gilt als eines der ältesten und bedeutendsten mittelalterlichen Bücher der Welt. Mit der Auflage von 1560 Faksimile-Ausgaben war Bubu 20 Jahre lang beschäftigt, 10 Jahre davon war ich dabei. Ein riesiges Projekt, für das wir mit einer ganzen Reihe an Spezialisten zusammengearbeitet haben - vom Goldschmied, der die dekorativen Metallbeschläge bearbeitete über den Kunsthistoriker bis hin zum Schreiner, der die Buchkassetten machte.

Wo siehst du dich in 10 Jahren?

Wahrscheinlich immer noch hier, damn! (lacht). Ich bin ja gleich nach meiner Ausbildung zu Bubu gekommen und habe kurz darauf die Faksimile-Leitung übernommen. Das ist nun 17 Jahre her, Wahnsinn! Bei Bubu kann ich alle meine Leidenschaften und Fähigkeiten vereinen: handwerken, kreativ sein, organisieren, kommunizieren und mich weiterbilden. Aber man weiss ja nie. Vielleicht haue ich in zehn Jahren ab nach Costa Rica und rette Meeresschildkröten - das ist mein heimlicher grosser Traum!

 

ARTIKEL TRANSHELVETICA

 

 

Arbeit am Heilsspiegel: Die im Spezialverfahren gedruckten Seiten werden von Hand gebunden. (Foto: Alex Wydler)
Wenn zwei uralte Traditionen zusammentreffen: Buchbindekunst und Tätowierkunst (Foto: Alex Wydler)
(Foto: Alex Wydler)
Für den Umschlag des Heilsspiegels wird echtes Pergament verwendet. (Foto: Alex Wydler)
Nach dem Zuschneiden wird das Pergament auf den Umschlag geklebt. (Foto: Alex Wydler)
An der Kniehebelpresse werden die geklebten Umschlage zusammengepresst. (Foto: Alex Wydler)
Das Book of Kells wurde um 900 nach Chr. von irischen Mönschen geschrieben und gilt als eines der ältesten und bedeutendsten mittelalterlichen Bücher der Welt.
Mit der Auflage von 1560 Faksimile-Ausgaben war Bubu 20 Jahre lang beschäftigt.
Beeindruckende irische Handmalerei.

Wann ist ein Buch ein Buch?

Diese Frage stellt sich immer wieder, wenn wir mit Kunden über die verschiedenen Bindemöglichkeiten diskutieren. Vielleicht denken Sie nun: Ist doch klar! Ein Buch ist ein Buch, wenn eine gewisse Anzahl an Seiten durch einen Einband zusammengehalten werden. Im Prinzip haben Sie damit Recht, aber wir BuchbinderInnen nehmen es da etwas genauer.

Wir unterscheiden verschiedene Bindefamilien, wie zum Beispiel Hard- und Softcover, Taschenbuch, Kodex, Loseblattsammlungen, Ringbuch, Faksimile, Beutelbuch usw. Am meisten Verwirrung in der Buchbindeterminologie verursachen dabei die Begriffe Buch und Broschur - oder neudeutsch ausgedrückt Hardcover und Softcover.

Ein Buch (Hardcover) wird in aller Regel durch folgende Elemente charakterisiert:


- Feste Deckel mit dreiseitig vorstehenden Kanten
- Der Rücken ist nicht mit dem Buchblock verklebt
- Das Vorsatzblatt ist vollflächig mit dem Buchdeckel verleimt

Eine Broschur (Softcover) dagegen hat folgende Merkmale:


- Der Umschlag besteht aus Halbkarton und ist dreiseitig glatt beschnitten
- Der Umschlag ist mit dem Buchblockrücken verklebt (ausser bei der Freirückenbroschur)

 

Aber so einfach ist es dann doch nicht. Es gibt viele Produkte, die weder noch bzw. sowohl als auch sind. Zum Beispiel die Steifbroschur: Sie hat einen festen Deckel, ist aber dreiseitig glatt beschnitten. Ein Buch kann ebenfalls dreiseitig glatt beschnitten sein und sehr dünne und flexible Deckel haben - dann redet man von einem "Buch mit Integraldecke".


Habe ich Sie nun vollends verwirrt? Ich hoffe nicht! Am besten sehen sie sich die vielfältigen Bindearten live bei uns im Bindorama an. Das Bindorama vereinigt rund 2000 Bücher mit vielfältigen Gestaltungsideen. Falls Sie keine Zeit für einen Besuch haben, können Sie sich die Bücher auch virtuell anschauen. Noch befindet sich das virtuelle Bindorama im Aufbau, aber jede Woche kommen neue Bücher hinzu.

Bis zum nächsten mal!

BINDORAMA VIRTUELL

BINDEARTEN

Thomas Freitag ist gemeinsam mit Christian Burkhardt für die Geschäftsführung bei Bubu verantwortlich. Er hat eine Passion für Papier und alles was man daraus erschaffen kann. Sein Kaffeeverbrauch ist grenzwertig, dafür hat er jeden Tag sieben neue Ideen. Thomas bloggt ab sofort an ausgewählten Freitagen zu Trends und Eigenarten aus der Buchbindewelt.
Ob feste Deckel mit dreiseitig vorstehenden Kanten oder Umschläge aus Halbkarton, dreiseitig glatt beschnitten: Es gilt, die Übersicht zu behalten.
Sorgen besonders für Verwirrung: Buch (Hardcover, links) und Broschur (Softcover)
Sowohl als auch: Die Steifbroschur hat einen festen Deckel, ist aber dreiseitig glatt beschnitten.
Ein Buch (Hardcover) mit einer dünnen und flexiblen Decke wird als Integralband bezeichnet.
Ob Hardcover, Softcover, Steifbroschur usw - hier sind sie alle vereint: Im Bindorama

Der 16.9. und 17.9 sind besondere Tage! Denn dann treffen sich neun Spezialisten (Maîtres d'œuvres) aus der Kreativbranche zum alljährlichen Rendez-vous des créateurs. Gezeigt wird Aktuelles, Schönes und Besonderes aus der Grafikwelt: Vom Papier über verschiedene Bindearten bis hin zu Veredelungen, Siebdruck und Verpackungen. Gastgeber-Stadt dieses Jahr ist La-Chaux-de-Fonds.

Für einen Anlass dieser Art braucht natürlich eine entsprechende Einladung: Die Lausanner Grafik Agentur A3 hat eine Einladung konzipiert, die alle Kompetenzen und Leidenschaften der neun Maîtres d'œuvres vereint: Eine Mappe mit eingeklebtem Flatbook und Broschur in Steppstichheftung, effektvoll veredelt mit Siebdruck, Laserstanzung und Prägung. Mehr dazu im Bindorama

Wir freuen auf den Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen aus der Branche, viel Inspiration und zahlreiche Besucherinnen und Besucher! Schauen Sie auch vorbei?

 

Die Maîtres d'œuvres am RVDC:

LORENZ BÖGLI, ATELIER FÜR SIEBDRUCKBASTCOLOR, SPÉCIALISTE DU FLOCAGE ÉLECTROSTATIQUE

BUBU AG - WIR BINDEN

H&M, PRÄGEWERKZEUGEKMC, DIENSTLEISTUNGEN RUND UMS VEREDELNKURZ, ANBIETER VON HEISSPRÄGETECHNOLOGIEPAPYRUS, PAPIER- UND VERPACKUNGSGROSSHÄNDELR SONDEREGGER, PAPER AMBASSADORWINTER & COMPANY, CREATIVE COVER MATERIALSATELIER TYPO DE LA CITÉ, L'ARTISAN DES LETTRES

 

 

 

Einladung RVDC

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Wir wünschen Ihnen erholsame Feiertage und einen guten Start ins 2016 - und zwar auf bayrisch, türkisch, albanisch, kroatisch, portugiesisch, russisch, französisch, italienisch, balinesisch und schweizerdeutsch!

Bleiben Sie gesund, feiern Sie schön und nehmen Sie sich Zeit für ein gutes Buch!

Vor einiger Zeit besuchte uns die Bloggerin Anna Niestroj aus Berlin. Anna führt das Studio Blinkblink in Berlin Wedding und hat uns in Sachen Social Media beraten. Bei einem ihrer Streifzüge durch die Binderei führte sie ein Interview mit dem 71-jährigen Hans Burkhardt. Hans Burkhardt hatte die 1941 gegründete Firma im Jahre 1973 von seinem Vater Albert übernommen und ist heute im Verwaltungsrat tätig. Enstanden ist ein Gespräch über Bücher, das Internet, über das Lesen, das Leben, die Arbeit, Reisen und die Zukunft.

Viel Spass beim Lesen!

Erlernter Beruf?

4-jährige Ausbildung als Buchbinder in Neuchâtel / CH. Anschliessend 4 Wander- und Gesellenjahre in Paris, London und Rom. Zusätzlich eine 4-jährige Ausbildung als Betriebsökonom.

Ausgeübter Beruf?

Buchbinder und Geschäftsführer der Buchbinderei Burkhardt von 1969 bis 2005.

Lesen oder Anschauen?

Anschauen. (Bilder!)

Hochformat oder Querformat?

Lesen: Hochformat
Anschauen: Querformat

Wo lesen sie am Liebsten?

An einem Tisch sitzend.
Sicher nicht liegend, nicht am Strand und nicht im Bett.

Wie lesen Sie am Besten?

Ehrlich: Ich lese kein ganzes Buch pro Jahr.

Ich lese etwa 2 Stunden am Tag – meistens Zeitungen und Magazine.

Zum Lesen benötigt man Konzentration. Die finde ich beispielsweise während einer Zugfahrt, weil ich dann eine vorgesehene Zeit nur für mich habe. Wenn ich lese, bin ich lieber alleine oder in Ruhe.

Wissen Sie, wieviele Bücher Sie besitzen?

Das weiss ich natürlich nicht.

Sehr viele. Sehr, sehr viele.

Hier ist eine Schätzung angebracht.

Zunächst trenne ich meine Sammlung beruflich und privat.

Jedes einzelne im Betrieb hergestellte Buch geht über meinen Tisch und wird auf Mängel oder seine Besonderheit überprüft. Ich lese diese Bücher nicht, ich verschaffe mir lediglich einen Eindruck, worum es inhaltlich in etwa geht. Manche Bücher betrachte ich nur 2 Sekunden – andere vielleicht 30. Die besonders Besonderen (wöchentlich werden etwa 20 Titel produziert) kommen in die Sammlung: ins sogenannte Bindorama. Dort – im Empfangsbereich platziert – befinden sich zurzeit etwa 2000 Bücher. Nicht nur welche, die wir hier hergestellt haben, sondern auch viele buchbinderisch interessante Exemplare, die ich kontinuierlich auf meinen Reisen entdecke und mitbringe. Der Inhalt ist mir da fast egal. Mich fasziniert das Buch als Objekt – ich habe Freude am Außergewöhnlichen. Ich liebe es, wenn ein Buch das scheinbar Unmögliche möglich macht. Ein Buch ist für mich nicht nur ein industrielles Produkt – es ist ein Kulturgut.

Können Sie drei Lieblingsbücher nennen?

Ich habe über die Jahre unzählig viele Bücher angesehen. Ich kann diese Frage kaum beantworten. Ich habe eine ehrliche und verinnerlichte Faszination für Bücher. Jedes zweite Buch des Bindorama ist mein Lieblingsbuch. Ich habe Freude am Schönen und Freude am Speziellen. Und ich denke das ist ansteckend.

Auch muss ich bei meinen Lieblingsbüchern eine Unterscheidung machen zwischen dem Inhalt und der Bindung. Als junger Mann habe ich die Erzählung „Narziss und Goldmund“ von Hermann Hesse etwa drei Male gelesen, weil sie mich so fasziniert hat. Ansonsten liebe ich komische und schräge Bücher. Und Bücher von Künstlern.

Wenn Sie nur ein Buch besitzen dürften, welches wäre das?

The Book of Kells.Ein Faksimile.
Wir haben hier 10 Jahre damit verbracht, 1500 Stück davon per Hand zu fertigen.

Reisen sie mit Büchern? Wenn ja, mit wie vielen?

Ja, mit circa 5 Büchern.
Außerdem habe ich auf Reisen auch immer ein Tagebuch dabei.

Besitzen Sie ein Ipad oder Kindle?

Ja ich besitze ein iPad. Ich lese darin Zeitung, allerdings nur in den Ferien oder von unterwegs. Und ich nutze es zum mailen. Ich bin immer und am Besten per Mail zu erreichen und antworte in der Regel innert weniger Stunden. Ich empfinde es als ein sehr präzises und klares Kommunikationsmittel.

Welche Hobbies pflegen Sie?

Hier muss ich gestehen, dass die Arbeit mein Hobby ist. Wobei ich das Wort „Arbeit“ auch in Anführungszeichen stellen muss. Denn was heisst schon „arbeiten“? „Arbeit“ kann alles sein: Gartenarbeit, Wäsche waschen, Alltag bewältigen und so weiter.

Ich habe gerne Projekte: da gibt es einen Anfang, einen Verlauf, einen Abschluss und ich kann mich im Anschluss etwas neuem zuwenden.

Vor etwa 10 Jahren – bei Geschäftsübernahme der Buchbinderei durch Thomas Freitag – musste ich lernen meinem Leben einen neuen Inhalt zu geben: meine Aufmerksamkeit auf etwas anderes als das Geschäft zu verschieben. Das war nicht leicht. 38 Jahre lang habe ich nur zwei Male im Jahr Urlaub gemacht: eine Woche im Winter, zwei Wochen im Sommer. Neben Frau und Familie war das Geschäft mein Leben. Ich habe also damit begonnen viel mehr zu reisen, um mich vom Betrieb ablenken und lösen zu können. Seither nehme ich regelmässig an „Long Distance Oldtimer Rallyes“ teil. Diese Aktivität konnte mich auch außerhalb meines Geschäftes faszinieren. Ich leite mittlerweile den Verein CCE (Classic Car Event) und wir fahren regelmässig für 2 Monate mit alten Autos verschiedene Strecken auf der ganzen Welt. Im Jahr 2007 fuhr ich beispielsweise mit einem Volvo 122 S Baujahr 1965 von Peking nach Paris. Zuletzt waren wir in Kambodscha. Bei den Rallyes geht es nie um die Geschwindigkeit, sondern immer um das Erlebte auf dem Weg. Es gibt auch kürzere Rallyes von drei bis vier Tagen, wo man diverse Prüfungen erfüllen muss.

Ich mache und gestalte einfach gerne verschiedene Sachen. Ich habe zu viele Ideen – ich umgebe mich gerne mit Menschen. Ich gehe Segeln, Ski fahren, Wandern, Fotografieren und all diese Dinge. Vielleicht muss ich lernen nichts zu tun und mich an meinem Tisch festzuhalten, aber ich befürchte das geht nicht. Nicht zuletzt genieße ich nämlich auch die Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden.

Was lieben sie an der Schweiz? Haben sie einen Lieblingsort?

Neben der Berge: Unser Zuhause. Wir haben viel Licht im Haus und ich habe dort gemütliche Ecken, wo ich mich wirklich sehr wohl fühle.

Wie stellen Sie sich die Zukunft vor?

Ich denke, dass jede Generation ihre Probleme selber lösen muss. Ein Aspekt, dem ich mit Besorgnis entgegensehe, ist der Umweltfaktor. Wir Menschen müssen ein größeres Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Ressourcennutzung entwickeln. Wir müssen lernen mehr Sorge für das Klima, für die Umwelt, die Nahrung und die Luft zu tragen. Die Welt sollte nicht übernutzt werden. Ich habe an diesem Punkt Angst um die Folge-Generationen und dass die Zerstörung der Welt ab einem gewissen Punkt irreversibel sein wird.

Tatsache ist ja, dass sich die Menschen auf der Welt ständig die Köpfe einschlagen. Man könnte meinen, wir hätten aus der Vergangenheit etwas gelernt, aber dem ist nicht so. Die wichtigste Aufgabe für jede Generation sollte es sein für Frieden und ausreichend Nahrung zu sorgen. Am Ende bleibt der Mensch doch immer nur ein Mensch. Aber ich glaube daran, dass wenn der Leidensdruck groß genug ist, stets Mittel entwickelt werden, die die falschen Dinge zum Besseren korrigieren.

Grundsätzlich bin ich ein Mensch, der sehr stark in der Gegenwart lebt, pragmatisch und mit viel Kraft für das Positive. Ich verstehe nicht viel von den neuen Technologien und kann mir auch nicht mehr wirklich vorstellen, wohin sie die Menschheit führen werden. Ich bin aber offen für das, was kommen mag.

Können Sie einen Hochpunkt und einen Tiefpunkt ihres Unternehmens nennen?

Gut, dass sie fragen. Es gab tatsächlich eine Phase in meinem Leben bzw. bei Bubu, in der ich nicht mehr an die Zukunft glauben wollte. Das war im Jahr 1994 / 95. Es gab hier zu jener Zeit immer weniger zu tun und das hat mich grausam unter Druck gesetzt. Ich habe irgendwann nicht mehr an das Produkt Buch glauben wollen und dachte, dass es sinn- und nutzlos geworden wäre, Bücher herzustellen. Ich erinnere mich noch ganz genau an den einen Tag in der Kantine, als ich meinen Mitarbeitern mitteilen musste, dass wir Kurzarbeit einführen. Das war ein schrecklicher Moment in meinem Leben. Ich habe mich für jeden Einzelnen im Betrieb persönlich verantwortlich gefühlt. (Zu der Zeit etwa 100 Mitarbeitende.)

Ein Hochpunkt kam dann 10 Jahre später 2004, als wir in unserem Betrieb das Fotobuch eingeführt und die Bookfactory gegründet haben. Ab dem Moment habe ich es wieder gespürt: Die Hoffnung und den Glauben daran, dass es einen Weg für uns gibt.

Momentan empfinde ich es als grosses Glück, dass ich immer noch jeden Morgen hierher kommen kann, dass ich alles mitverfolgen darf und dabei bin, wenn etwas Neues passiert. Das würde ich gerne bis zu meinem 80sten Lebensjahr so durchziehen. Ich liebe es einfach zu sehr mitten im Geschehen zu sein und genieße den Druck der Beschäftigung. Ich kann es nicht leiden, wenn die Maschinen still stehen.

Interview und Fotos: Anna Niestroj

Hans Burkhardt im Bindorama
Im Büro
Hans Burkhardt illustriert die Geschichte von Bubu.
Dieser Tisch befindet sich vor dem Büro von Herrn Burkhardt. Hier werden alle produzierten Bücher abgelegt und anschliessend von ihm gesichtet.

von Caroline Meer

Seit wenigen Tagen hat die Bookfactory, Bubus Online Brand, eine neue Webseite! Wie bis anhin können Besucherinnen und Besucher auf www.bookfactory.ch kostenlos eine Bestellsoftware herunterladen und damit eigene Fotobücher, Kalender und viele weitere Fotoprodukte kreieren und sich nach Hause liefern lassen. Die vielfältigen und kreativen Arbeiten unserer Kunden zeigen: Bilder und Fotografieren sind oft stark mit Emotionen verbunden: Beliebte Sujets sind die Liebsten, die Miezekatze oder schöne Landschaften und Reiseerinnerungen. Die neue Webseite unterstreicht diesen emotionalen Aspekt mit einer inspirierenden Bildsprache, so dass man sofort mit Fotografieren und Gestalten loslegen möchte.

Das eigene Fotobuch zu kreieren ist toll! Aber wissen Sie was? Auf der neuen Bookfactory Webseite können Sie neu auch Diplomarbeiten, Kochbücher, Chroniken und viele andere Projekte als professionelles Buch erstellen. Für den Service pdf-to-book haben wir einen Buch-Konfigurator konzipiert, der Sie durch einen automatisierten Workflow leitet. Das funktioniert so: Sie laden ihr Buchprojekt in Form eines PDFs in den Konfigurator und bestimmen, wie ihr Buch aussehen soll: Es stehen Ihnen 14 Formate, 9 Papiersorten in verschiedenen Grammaturen sowie verschiedene Bindearten und Veredelungsvarianten zur Verfügung. Ob Sie ein einziges Buch gestalten oder gleich eine grössere Auflage planen ist Ihnen überlassen. Spezielle Wünsche und Bedürfnisse, die nicht über den Konfigurator abgedeckt werden können, klären wir in einem Beratungsgespräch ab.

Juckt es Sie schon in den Fingern? Dann los, ausprobieren! Der Konfigurator ist intuitiv bedienbar und es macht richtig Spass, die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten auszuprobieren. Hier erfahren Sie mehr dazu:

BUCH-KONFIGURATUR

PDF-TO-BOOK

BOOKFACTORY

 

 

 

 

Inspirierendes Look & Feel auf der neuen Bookfactory Webseite.
Im Konfigurator bestimmen Sie das Format, das Papier, die Bindeart sowie die Veredelungsmöglichkeiten Ihres Buches.
Portfolio eines Interior-Designers, das im Konfigurator erstellt wurde.
Eine Retrospektive zum Jubiläum des legendären Lausanner Musikclus "Dolce Vita"
Ceci n'est pas une bouteille
Buch im Lochkamera-Design: Out of Focus

von Caroline Meer

Das Bindorama ist unsere Kreativbibliothek und ein kleines Paradies für Bibliophile sowie Gestalterinnen und Gestalter! Es vereinigt rund 2000 Bücher mit vielfältigen Design- und Gestaltungsideen. Falls Sie keine Zeit haben für einen Besuch bei uns in Mönchaltorf, können Sie sich die Bücher auch virtuell anschauen. Noch befindet sich das virtuelle Bindorama im Aufbau, aber jede Woche kommen neue Bücher hinzu. Drei Neuzugänge stellen wir Ihnen heute vor.

Passend zur Ferienzeit: Dolce Vita! Dabei handelt es sich aber nicht etwa um einen Bildband über Italien, sondern um eine Retrospektive zum dreissigjährigen Jubiläum des legendären Musikclubs „Dolce Vita“ in Lausanne. Zwischen 1985 und 1999 zählte er zu den innovativsten Clubs der Schweiz. Lange vor ihrem Durchbruch hatten Bands wie The Red Hot Chili Peppers und Noir Désir im Dolce Vita ihre ersten Auftritte. Das Buch vereint zahlreiche Fotografien, Abbildungen von Flyern und Plakaten sowie Texte, die in dieser Zeit entstanden sind. Schön und wild!



MEHR ERFAHREN

Bleiben wir in der Westschweiz: Was entsteht, wenn zwei Walliser Museen (Le Musée de design et d'arts appliqués contemporains und Le Musée valaisan de la Vigne et du Vin) für ein Projekt zusammenspannen? Eine Ausstellung und ein Buch zum Thema Wein! Genauer gesagt zu den Flaschen und Karaffen, in denen der Wein drin ist. Denn je nachdem, welcher Wein in welchem Behälter ausgeschenkt wird, lässt das auf den Anlass des Trinkens schliessen und das wiederum auf den Weintrinker. Kompliziert? Nein, höchst spannend! Die Nachforschungen und Untersuchungen der beiden Museen führen weit in die Geschichte zurück und geben Aufschluss darüber, wie sich die Kultur des Weines entwickelt hat. Aus dieser Arbeit heraus ist das verspielte und schmucke Büchlein Ceci n'est pas une bouteille entstanden.

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Auch das dritte Buch sticht ins Auge: Out of Focus von Peter Olpe. Der Fotograf, Zeichner und Grafiker beschäftigt sich seit 1978 mit Lochkameras und schenkte vor drei Jahren 90 seiner selbstgebauten Apparate dem Schweizer Kameramuesum in Vevey. Das Buch zeigt diese Apparate sowie Arbeiten von verschiedenen Fotografinnen und Fotografen, die mit diesen Kameras fotografiert haben. Durch die Ausstanzung im Vorderdeckel und das gelaserte Nadelloch im Vorsatz vorne erinnert das Buch in seiner Gestaltung an eine Lochkamera.

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BINDORAMA ÜBERSICHT

 

 

von Caroline Meer

Sie steht bei jedem Tourist ganz oben auf der To-do-Liste und ist der heimliche Stolz der Zürcher: Die Bahnhofstrasse, Sinnbild und Wahrzeichen des Wirtschafts- und Finanzplatzes Zürich. Die wohl berühmteste Strasse der Schweiz wird dieses Jahr 150 Jahre alt. Mit ihren acht Tramlinien, 140 Läden und Geschäften, den zig Hotels und Banken kann sie als Luxusmeile mit den ganz Grossen locker mithalten - macht sie doch jährlich Umsätze in Milliardenhöhe.

Die Bahnhofstrasse entstand in einer Zeit des grossen Aufbruchs. Zürich hatte sich im Zuge der Industrialisierung verkehrsmässig stark entwickelt und war dabei, eine Grossstadt zu werden. Und eine Grossstadt braucht ein Wahrzeichen. Das sagte sich auch der Stadtingenieur Arnold Bürki. Inspiriert von den eleganten Boulevards in Paris, hatte er eine grosse städteplanerische Vision: Zürich sollte eine von Bäumen gesäumte Allee erhalten, die vom Hauptbahnhof bis zum See in einer geraden Achse verläuft. Da es zu viele Hindernisse gab, wurde die 1.4 Kilometer lange Strasse schlussendlich nicht schnurgerade gebaut, sondern erhielt zwei reizvolle Knicks. 1885 feierte die Bahnhofstrasse Eröffnung und galt fortan als Flaniermeile - umso mehr, als etwas später mit Jelmoli das erste Warenhaus der Schweiz Einzug hielt.   

Zum Jubiläum widmen die Edition Hochparterre und der Zürcher Architekt und Journalist Werner Huber der Bahnhofstrasse ein eigenes Buch, gebunden ganz in Gold. Es erzählt die Geschichte von ihren Anfängen bis heute und behandelt die Themen, die für die Entwicklung und den Charakter der Strasse bedeutend sind. Das Buch enthält 84 Hausgeschichten, die mit Text, Bildern und Plänen aus dem Leben der Häuser und ihrer Bewohner erzählen. Ein Fotoessay begleitet die zahlreichen historischen Bilder und die gezeichneten Fassaden.

Gebunden wurde „Bahnhofstrasse Zürich“ bei Bubu. Der industriell gefertigte goldene Papierband besticht durch einen Überzug, der im zweifarbigen Siebdruck bedruckt wurde. Mehr Informationen und Details zur Fertigung dieses Bijous erhalten Sie im Bindorama.

BINDORAMA

Vor kurzem waren die Redaktoren der Fachzeitschrift „Druckmarkt“ bei uns zu Besuch und sprachen mit den beiden Geschäftsleitern Thomas Freitag und Christian Burkhardt. Es gab einiges zu berichten, denn Bubu ist ein umtriebiges Haus: Von der handwerklichen Buchbinderei zum Industriebetrieb gewachsen und seit dem Milleniumswechsel auch Fotobuchanbieter mit eigener Gestaltungssoftware. Dahinter steckt eine klare Strategie und die Freude, Neues auszuprobieren und Bewährtes zu perfektionieren.

Entstanden ist ein gelungener und kompakter Bericht über die Geschichte, Entwicklung und Zukunft von Bubu. Danke, lieber Druckmarkt!

ARTIKEL LESEN

BUBUS GESCHÄFTSBEREICHE

GESCHICHTE & PORTRÄT

DAS BUBU-LOGO IM WANDEL DER ZEIT

von Caroline Meer

Das akustische Erscheinungsbild von bubu

Was ist das Schöne und Unvergleichliche an Büchern? Man schlägt sie auf, blättert durch die Seiten und hört dabei dieses unwiderstehliche Knistern des Papiers. Danach beginnt man zu lesen und taucht ab in ferne Welten und grosse Abenteuer. Wahrscheinlich kennen Sie dieses Szenario nur zu gut und sehen es bildlich vor sich. Aber hören Sie es auch? Nein? Dann lauschen Sie mal:

BUBU AUDIO LOGO

Das Audio Logo bildet den krönenden Abschluss unseres Rebrandings, das wir im Frühjahr lanciert haben. Es unterstreicht die Sinnlichkeit des Buches und bringt die Werte zum Ausdruck, die Bubu ausmachen: Die Verbindung von Tradition und Moderne, die kreative Umsetzung eines jahrhundertealten Handwerks mit modernster Technologie - vom handgebundenen Faksimile-Band über industriell produzierte Bücher bis hin zum digital erstellten Fotobuch. A propos: Werfen Sie doch mal einen Blick in unsere Produktion.

BLICK IN DIE PRODUKTION

BUBU-MITARBEITER IN AKTION

BOOKFACTORY

Handwerkliche Produktion im Atelier
Industrielle Produktion
Herstellung von Fotobüchern in der Bookfactory

von Caroline Meer

Vor einiger Zeit sah man im fernen kirgisischen Gebirge ein einsames rot-weisses bubu-Fähnchen wehen. Geschwenkt wurde es von den beiden Bubu-Mitarbeitern Artur Wall und Tom Ballaman. Die passionierten Freerider hatten sich im April eine Auszeit genommen und dabei nichts geringeres geplant, als mit dem Snowboard den rund 6600 Meter hohen „Pik Kurumdy“ zu besteigen. Der "Kurumdy" befindet sich im Transalaigebirge an der Grenze zwischen Kirgistan und Tadschikistan. Es wird gemunkelt, dass bis anhin erst ein Bergsteiger den Gipfel dieses Berges erklommen hat. Von vielen Seiten wurde den beiden von ihrem Vorhaben abgeraten. Heimtückisch sei das Gebirge, eisig kalt und lawinengefährdet. Doch die beiden Abenteurer wollten es trotzdem wissen. Vollbepackt mit Proviant, Snowboard, Benzin und Schlafsack zogen sie los.

Drei Tage dauerte der Aufstieg bis zum Basecamp. Die Temperatur: Eisige minus 15 Grad. Da es kaum geschneit hatte, waren die Pisten zu spiegelglatten Eisplatten gefroren. An Snowboarden war nicht zu denken. Nach weiteren drei Tagen erreichten sie das Höhenlager auf 5100 Meter. Es folgte ein siebentägiger Schneesturm, der im Halbstundentakt Lawinen auslöste. Den beiden blieb nichts anderes übrig, als im Zelt auszuharren, bis alles vorbei war. „Es war ein bisschen wie im Krieg“, schildert Artur das Erlebnis. Als er dann am achten Tag seinen Kopf aus dem Zelt steckte und die Sonne schien, sei er fast ausgerastet vor Freude. „Der Natur derart ausgeliefert zu sein ist ein schon ein eigenartiges Gefühl“. Bis ganz auf die Spitze reichte es dann doch nicht. Bei 5300 Metern gaben die beiden auf, da die Bedingungen zu schlecht waren. Die Enttäuschung war jedoch schnell vergessen, denn nun folgte die Abfahrt ihres Lebens!

Warum macht man sowas? Die Augen des dreifachen Familienvater blitzen auf. „Es ist der Kick, an die eigenen Grenzen zu gehen! So fühlt sich Freiheit an!“ Letzte Woche erst haben Artur und Tom die Snowboardsaison beendet - mit einer rasanten Abfahrt durch die Nordostwand des Vorder Tierberg.

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Am letzten Freitag wurde der erste Faksimile-Band des Heilsspiegels an das Kloster Einsiedeln übergeben. Der Heilspiegel ist um 1450/1460 in den burgundischen Niederlanden entstanden und ist eine der unzähligen alten Handschriften aus der Bibliothek des Klosters. Er besticht durch eine ausserordentliche Gestaltung und gilt als eines der beliebtesten Lehr-und Andachtsbücher des Spätmittelalters. Auf 92 Seiten werden 176 goldgerahmte Szenen aus dem Alten und dem Neuen Testament abgebildet. Sie führen dem Betrachter auf eindrückliche Weise die biblische Geschichte vom Sündenfall bis zum Jüngsten Gericht vor Augen.

Als Pater Justinus in der Stiftbibliothek die Faksimile-Ausgabe mit dem Original vergleicht, staunt das Publikum: Die Farben der zarten Federzeichnungen und das funkelnde Blattgold auf den leicht welligen Blättern entsprechen genau dem Original! Die Bilder und detaillierten Verzierungen spielen mit dem Licht, das immer von links kommt, und strahlen eine starke Kraft und Schönheit aus. Können Sie in anhand der Bilder kennen, welches das Original ist?

Der Heilsspiegel ist ein Projekt des Luzerner Verlag Quaternico, der auf die Herstellung von Faksimile-Büchern spezialisiert ist. Rund 18 Monate dauerte die Herstellung. Einige Zeit davon verbrachte der Heilspiegel bei Bubu im Atelier, wo er nach  nach alter Handwerkskunst in edles Pergament gebunden wurde.

Seit den 50er Jahren bindet Bubu Faksimile Bände in edles Leder oder Pergament - eine Leidenschaft, die einmal mehr Bubus Grundsatz versinnbildlicht: Die Verbindung von Tradition und Innovation, die kreative Umsetzung eines jahrhundertealten Handwerks mit modernster Technologie.

von Caroline Meer

Am letzten Freitag wurde der erste Faksimile-Band des Heilsspiegels an das Kloster Einsiedeln übergeben. Der Heilsspiegel ist um 1450/1460 in den burgundischen Niederlanden entstanden und ist eine der unzähligen alten Handschriften aus der Stiftsbibliothek. Auf 92 Seiten werden 176 goldgerahmte Szenen aus dem Alten und dem Neuen Testament abgebildet. Sie führen dem Betrachter auf eindrückliche Weise die biblische Geschichte vom Sündenfall bis zum Jüngsten Gericht vor Augen. Der Heilsspiegel besticht durch eine ausserordentliche Gestaltung und gilt als eines der beliebtesten Lehr-und Andachtsbücher des Spätmittelalters.

Als Pater Justinus die Faksimile-Ausgabe mit dem Original vergleicht, staunt das Publikum nicht schlecht: Die Farben der zarten Federzeichnungen und das funkelnde Blattgold auf den leicht welligen Blättern entsprechen genau dem Original! Die Bilder und detaillierten Verzierungen spielen mit dem Licht und strahlen eine starke Kraft und Schönheit aus. Und nun ein Rätsel für Sie: Erkennen Sie, welcher Band das Original und welcher die Faksimile-Ausgabe ist? (Auflösung am Ende dieses Beitrages).

Der Heilsspiegel ist ein Projekt des Luzerner Verlages Quaternio, der auf die Herstellung von Faksimile-Büchern spezialisiert ist. Rund 18 Monate dauerte die Herstellung. Einige Wochen davon verbrachte der Heilspiegel bei Bubu im Atelier, wo er nach allen Regeln der Buchbindekunst in edles Pergament gebunden wurde.

Seit den Fünfzigerjahren bindet Bubu Faksimile-Bände in edles Leder oder Pergament - eine Leidenschaft, die einmal mehr Bubus Grundsatz versinnbildlicht: Die Verbindung von Tradition und Innovation - die kreative Umsetzung eines jahrhundertealten Handwerks mit modernster Technologie.

NZZ-BERICHT ZUM THEMA

 

 

Lösung: Bild 1 ist der Faksimile-Band / Bild 2 ist das Original

Faksimile: Buchbindekunst auf höchstem Niveau
Feierliche Übergabe des Heilsspiegels an Abt Urban
Im Vergleich: Faksimile vs Original
Welcher der beiden Bände ist nun das Original? Dieser hier..
..oder dieser hier?
Wo jahrhundertealte bibliophile Kostbarkeiten schlummern: Stiftsbibliothek Einsiedeln

von Caroline Meer

Seit es Bubu gibt, gibt es die Neujahrsbücher! Zu Beginn noch einfache Adress- und Notizbücher, überraschen sie seit 1985 jedes Jahr mit einer speziellen Bindeidee, die sich durch eine besondere Haptik, Materialisierung und Fertigung auszeichnet. Die Neujahrsbücher sind eine schöne Dokumentation unserer Leidenschaft, dem Binden! Werfen Sie doch mal einen Blick in die Bildergalerie.

Die Vorbereitungen für das Neujahrsbuch 2016 sind bereits in vollem Gange. Vor kurzem besuchte Bubu die Central Saint Martin’s Art University in London, wo acht Kunst-Studenten beauftragt wurden, das Buch neu zu erfinden. Zwei Ideen fielen dabei besonders auf: Ruben Green begeisterte mit einem Verstärker, der ans Buch angeschlossen wird und ihm so eine zusätzliche Dimension verleiht. Sie würden staunen, welche Geräusche die sonst so stillen Bücher plötzlich von sich geben!

Tom Hardwicks Kreation ist eine Mischung aus Buch und Maske. Zwei Gucklöcher erlauben es dem Leser aus dem Buch heraus- statt hineinzuschauen. Stellt sich die Frage, wo sich wohl die spannenderen Geschichten abspielen - im Buch oder ausserhalb?

Welche der Ideen im Neujahrsbuch 2016 umgesetzt wird, ist noch offen. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Übrigens, kennen Sie eigentlich das aktuelle Neujahrsbuch? Ein mit Baumwollgewebe überzogenes Notizbuch mit gewölbten Deckeln, in Form und Rundung angepasst an eine Jeans-Gesässtasche. Das Pocket Book ist ebenfalls die Idee eines Design-Studenten. Wie das Pocket Buch entstanden ist, erfahren Sie im Making-Of-Video.

MAKING OF POCKET BOOK

BILDERGALERIE NEUJAHRSBÜCHER

Skizze "Buch mit Verstärker"
Ruben Green erstellt seinen Prototypen
Skizze "Masken-Buch"
Prototyp "Masken-Buch"
Neujahrsbuch 2015: Das Pocket Book

Wussten Sie, dass Bücher manchmal grosse Klappen haben? Oder runde Ecken? Bücher sind vielfältige kleine Wunderwerke! Eine gesammelte Vielfalt an Buchbindetechniken und Veredelungsformen präsentieren wir in der Musterkollektion “Spectrum II”, für die wir gerade den "Graphite Pencil" der British Design & Art Direction D&AD gewonnen haben!

Der "Graphite Pencil" ist eine Auszeichnung für die besten Arbeiten aus Design und Werbung in Grossbritannien! Danke an dieser Stelle der Agentur BOB Design aus London, die mit uns die Spectrum Box entwickelt hat.

D&AD AWARDS / GRAPHITE PENCIL
BOB DESIGN
SPECTRUM-BOX BESTELLEN
BINDORAMA

Wussten Sie, dass Bücher manchmal grosse Klappen haben? Oder runde Ecken? Bücher sind vielfältige kleine Wunderwerke! Eine gesammelte Vielfalt an Buchbindetechniken und Veredelungsformen präsentieren wir in der Musterkollektion “Spectrum II”, für die wir gerade einen Graphite Pencil der British Design & Art Direction D&AD gewonnen haben!

Der Graphite Pencil ist eine Auszeichnung für die besten Arbeiten aus Design und Werbung in Grossbritannien! Danke an dieser Stelle der Agentur BOB Design aus London, die mit uns die Spectrum Box entwickelt hat.

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Wussten Sie, dass Bücher manchmal grosse Klappen haben? Oder runde Ecken? Bücher sind vielfältige kleine Wunderwerke! Eine gesammelte Vielfalt an Buchbindetechniken und Veredelungsformen präsentieren wir in der Musterkollektion “Spectrum II”, für die wir gerade einen Graphite Pencil der British Design & Art Direction D&AD gewonnen haben!

Der Graphite Pencil ist eine Auszeichnung für die besten Arbeiten aus Design und Werbung in Grossbritannien! Danke an dieser Stelle der Agentur BOB Design aus London, die mit uns die Spectrum Box entwickelt hat.

D&AD AWARDS / GRAPHITE PENCIL
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von Caroline Meer

In einem der letzten Themenhefte der Architektur-Zeitschrift „Hochparterre“ geht es um die Entwicklung von Gewerbehäusern. Es wird berichtet, wie der Auto- und Wirtschaftsboom in den Fünfzigerjahren das Gewerbe aus den Werkstätten hinaus in die Industriezone holte. Mit der Folge, dass dort ein eigener Bautyp entstand. Ein Beispiel und Meilenstein eines solchen Gewerbehauses ist das Produktions- und Bürogebäude von Bubu in Mönchaltorf. Grund genug, an dieser Stelle etwas über dieses imposante Gebäude zu erzählen!

Von der Stadt auf die grüne Wiese


Nach 44 Jahren in Zürich suchte Bubu zu Beginn der Achtziger Jahre nach einem neuen Standort. Die auf fünf Stockwerke verteilte Buchproduktion war nicht mehr wirtschaftlich. Es brauchte mehr Platz und vor allem ein Gebäude, in dem die industrielle Produktion auf einer Ebene abgewickelt werden konnte. Da die Zürcher Miet- und Bodenpreise sehr teuer waren und viele Mitarbeitende mit ihren Familien ohnehin ausserhalb der Stadt wohnten, wurde das gut erschlossene Mönchaltdorf zum neuen Standort gewählt.

Für das Grundstück am Waldrand in der damals noch weitgehend unbebauten Industriezone „Isenriet“ entwarf der Zürcher Architekt Theo Hotz 1983 ein elegantes Produktionsgebäude, das dank seines raffinierten Grundrisses und der Fassadengestaltung mit den grossen Sonnenschutzlamellen aus Aluminium leicht und elegant wirkt, obwohl das Bauvolumen beachtlich ist. Für die industrielle Buchproduktion gab es nun eine zusammenhängende, flexible Fläche, die gut beleuchtet war und eine angenehme Arbeitsatmosphäre erzeugte.

Mit dem Umzug nach Mönchaltorf entwickelte sich Bubu definitiv vom Handwerks- zum Industriebetrieb.

Dringend benötigter Erweiterungsbau


Die geschäftliche Entwicklung, die wachsenden Mitarbeiterzahlen sowie die Einführung neuer Technologien und Maschinen beanspruchte immer mehr Raum. Halbfertige Produkte mussten in Aussenlagern zwischendeponiert und mit aufwändigen Transporten verschoben werden.

Aus diesen Gründen entschied man sich nach dem Milleniumswechsel für die Realisierung eines Erweiterungsbaus mit grundlegenden Anpassungen im bestehenden Teil. Der Neubau sollte mehr Raum für die Industrielle Produktion schaffen und einen rationellen Arbeitsablauf ermöglichen. Zudem brauchte es Sitzungs- und Arbeitszimmer sowie neue Lagerräume und Reserven für die künftige Entwicklung.

Für die Planung und Realisierung des Erweiterungsbaus wurde das Architekturbüro Kaufmann, van der Meer + Partner beauftragt. Die Architekten erweiterten das Gebäude gegen Norden und achteten dabei darauf, den markanten „Urbau“ von Theo Hotz nicht zu verunstalten oder zu konkurrenzieren. Die Erweiterung gelang perfekt - der Wechsel vom alten zum neuen Teil des Bubu-Gebäudes ist kaum zu erkennen. Formen und Materialien zeigen jedoch, dass es sich um einen Bau von heute handelt - was wiederum sehr zu Bubu passt: Die Verbindung von Tradition und Innovation, die kreative Umsetzung eines jahrhundertealten Handwerks mit modernster Technologie.

Aber am besten schauen Sie sich unser Gebäude live vor Ort an. Kommen Sie uns doch mal besuchen!

LAGEPLAN
EINBLICK INS GEBÄUDE

BERICHT AUS DEM HOCHPARTERRE

Bubu-Gebäude heute, Südansicht
Baudokumentation 1983
Baudokumentation 1983
Viel Licht ohne direkte Sonneneinstrahlung: Fassadenquerschnitt mit schematischer Darstellung der Sonnenstrahlen (Baudokumentation 1983)
Erweitertes Bubu-Gebäude (seit 2003)

von Caroline Meer

Vor kurzem haben wir über Bubus Neujahrbücher berichtet und Ihnen das aktuelle Neujahrsbuch, das Pocket Book, vorgestellt: Ein mit Baumwollgewebe überzogenes Notizbuch mit gewölbten Deckeln, in Form und Rundung angepasst an eine Jeans-Gesässtasche.

Das Pocket Book entstand in Zusammenarbeit mit dem englischen Designstudenten Jack Beveridge, der sich in einem Wettbewerb ("Das Buch neu erfinden") mit seiner Idee gegen 18 weitere Studenten der Kingston University in London durchgesetzt hatte. Sein Geheimrezept: „The best ideas start with something you love. I try things that I really understand to help me answer questions I don't." Ein Grundsatz, den man auch im Hause Bubu kennt und seit 74 Jahren anwendet. Das Konzept geht auf: Vor wenigen Tagen gewann das Pocket Book den Bronzenen Deutschen Hardcover Award. Veranstalter und Träger dieses Branchen-Awards sind der Bund Deutscher Buchbinder (BDBI), das Fachmagazin „bindereport“ sowie das Maschinenbau- und Grosshandelshaus Schmedt. Bewertet wurde die handwerkliche Fertigungsart, die technische Konstruktion, Funktionalität und Verarbeitung sowie die verwendeten Materialien, die Gestaltung und die Gesamtkonzeption. Eine schöne Auszeichnung und Wertschätzung gegenüber dem Buchbindehandwerk, über die wir uns sehr freuen!

Wir danken Jack an dieser Stelle nochmals herzlich für die gute Zusammenarbeit und wünschen Ihm weiterhin viel Erfolg und Leidenschaft bei seiner Arbeit.

 

MAKING-OF POCKET BOOK

INTERVIEW MIT JACK BEVERIDGE

BILDERGALERIE NEUJAHRSBÜCHER

Das Buch neu erfinden: Neujahrsbuch 2015
Designstudent Jack Beveridge hatte die Idee für das Pocket Book (Quelle: http://www.creativebloq.com)
Ein treuer Begleiter im Alltag

Bücher sind unsere Leidenschaft! Ihre auch? Ja? Dann besuchen Sie uns doch im Atelier und binden Sie Ihre eigenen Bücher! Zum Beispiel ein schmuckes Notizbüchlein mit Knotenfadenhefung oder ein Hardcover mit Froschtasche (eine Froschtasche ist eine kleine Tasche aus Papier, die auf die Innenseite des Buchdeckels geklebt wird. Ideal, um Quittungen und kleine Notizen aufzubewahren).

Unter der Anleitung professioneller Handbuchbinderinnen lernen Sie, wie man eine Buchdecke überzieht, Papierbögen zuschneidet, falzt, klebt, prägt und stanzt. Ein handwerkliches Erlebnis, das süchtig machen kann!

Für diesen Buchbindekurs sind keine Vorkenntnisse nötig. Im Vordergrund steht die Freude am kreativen und handwerklichen Arbeiten.


Kursdaten


Donnerstag, 21. Mai 2015, 17.30 - 20.30 Uhr  


Donnerstag, 11. Juni 2015, 17.30 - 20.30 Uhr (ausgebucht)


Durchführungsort


Bubu AG
Isenrietstrasse 21
8617 Mönchaltorf

Es sind Parkplätze vorhanden.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bus 842 ab Bahnhof Uster (Haltestelle Mönchaltorf, Huebstock)


Kursleitung

Sina Giovanoli (Leiterin Handwerkliche Produktion), Manuela Rose (Handbuchbinderin)

Kosten

CHF 180.-

Anmeldung

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Melden Sie sich an, es hat noch wenige Plätze frei. Wir freuen uns auf Sie!

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Erneut haben Bücher, welche bei Bubu in Mönchaltorf in der Verarbeitung und Veredelung waren, einen internationalen Preis gewonnen. "New Horizons" und "New New Testament" gewinnen 2015 die Bronzemedaille.

 

MEHR DAZU

Im Papiersaal Sihlcity in Zürich findet jährlich der Branchenanlass „Papierkomplizen“ statt. Auch im 2014 war Bubu als Mitorganisator und Aussteller aktiv vor Ort und konnte in einem ungezwungenen Rahmen neben vielen bekannten Gesichtern aus der Grafik- und Agenturbrachen auch neue begeisterte Papier- und Buchfans begrüssen.

Die in Zusammenarbeit mit unseren Ausstellungspartnern gestaltete Einladungskarte „Papierkomplizen14“ hat neben den Gästen auch die Jury überzeugt und bei den European Design Awards Silber gewonnen. Dieser Award wird im Rahmen einer Feier im Mai 2015 in Istanbul (Türkei) an die Macher übergeben.

MEHR ZUM ANLASS

PAPIERKOMPLIZEN AUF YOUTUBE

EUROPEAN DESIGN AWARD

 

 

 

 

Die Bubu-Crew dankt allen Besucherinnen und Besucher für die tollen Beiträge, Skizzen und Illustrationen! Wir hatten viel Spass an der Messe und zeigen Ihnen gerne ein paar kreative Beiträge aus unserem Gästebuch.

In schwindelerregender Höhe wurde heute das neue Bubu-Logo montiert. „Wir stellen uns dem Wandel“ – unter diesem Motto haben wir in den letzten Monaten an unserer Identität gefeilt. Sinnbildlich dafür passen wir daher unseren Namen und unseren Auftritt an: Buchbinderei Burkhardt AG heisst neu Bubu AG!
 
Bubu AG bietet die identischen Leistungen wie bis anhin an, allerdings mit einem Fokus auf ihre Stärken: Passion in der Produktentwicklung, Know-how in der haptischen Kommunikation und die Möglichkeit, industrielle, handwerkliche und digitale Produktion zu integrieren.

Es hat sich offenbar weit über die Landesgrenzen hinaus herumgesprochen, dass bei Bubu in Mönchaltorf das Buchbinder-Handwerk mit viel Leidenschaft und Qualitätsbewusstsein gelebt und stetig weiterentwickelt wird - und dabei immer wieder aussergewöhnliche Bücher entstehen.

Diesen Frühling klopfte das internationale Nachrichten- und Lifestylemagazin Monocle bei uns an und wollte mehr über Bubu wissen.

ARTIKEL LESEN

Nach allen Regeln der Buchbindekunst entstehen bei Bubu (Buchbinderei Burkhardt) im Auftrag des Luzerner Quaternio-Verlags Faksimilie-Exemplare von mittelalterlichen Bilderreigens. Wer mehr über die Welt der sehr traditionellen Buchbinde-Handarbeiten erfahren möchte, der ist hier am richtigen Ort! Lesen Sie den ausführlichen Bericht aus der Neuen Zürcher Zeitung.

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Bubu im Monocle!

Es hat sich offenbar weit über die Landesgrenzen hinaus herumgesprochen, dass bei Bubu in Mönchaltorf das Buchbinder-Handwerk mit viel Leidenschaft und Qualitätsbewusstsein gelebt und stetig weiterentwickelt wird - und dabei immer wieder aussergewöhnliche Bücher entstehen. Diesen Frühling klopfte das internationale Nachrichten- und Lifestylemagazin Monocle bei uns an und wollte mehr über Bubu wissen.

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