Bubu in der Zeitschrift Hochparterre!

#ARCHITEKTUR #GESCHICHTE #KONTEXT #MEDIEN

von Caroline Meer

In einem der letzten Themenhefte der Architektur-Zeitschrift „Hochparterre“ geht es um die Entwicklung von Gewerbehäusern. Es wird berichtet, wie der Auto- und Wirtschaftsboom in den Fünfzigerjahren das Gewerbe aus den Werkstätten hinaus in die Industriezone holte. Mit der Folge, dass dort ein eigener Bautyp entstand. Ein Beispiel und Meilenstein eines solchen Gewerbehauses ist das Produktions- und Bürogebäude von Bubu in Mönchaltorf. Grund genug, an dieser Stelle etwas über dieses imposante Gebäude zu erzählen!

Von der Stadt auf die grüne Wiese


Nach 44 Jahren in Zürich suchte Bubu zu Beginn der Achtziger Jahre nach einem neuen Standort. Die auf fünf Stockwerke verteilte Buchproduktion war nicht mehr wirtschaftlich. Es brauchte mehr Platz und vor allem ein Gebäude, in dem die industrielle Produktion auf einer Ebene abgewickelt werden konnte. Da die Zürcher Miet- und Bodenpreise sehr teuer waren und viele Mitarbeitende mit ihren Familien ohnehin ausserhalb der Stadt wohnten, wurde das gut erschlossene Mönchaltdorf zum neuen Standort gewählt.

Für das Grundstück am Waldrand in der damals noch weitgehend unbebauten Industriezone „Isenriet“ entwarf der Zürcher Architekt Theo Hotz 1983 ein elegantes Produktionsgebäude, das dank seines raffinierten Grundrisses und der Fassadengestaltung mit den grossen Sonnenschutzlamellen aus Aluminium leicht und elegant wirkt, obwohl das Bauvolumen beachtlich ist. Für die industrielle Buchproduktion gab es nun eine zusammenhängende, flexible Fläche, die gut beleuchtet war und eine angenehme Arbeitsatmosphäre erzeugte.

Mit dem Umzug nach Mönchaltorf entwickelte sich Bubu definitiv vom Handwerks- zum Industriebetrieb.

Dringend benötigter Erweiterungsbau


Die geschäftliche Entwicklung, die wachsenden Mitarbeiterzahlen sowie die Einführung neuer Technologien und Maschinen beanspruchte immer mehr Raum. Halbfertige Produkte mussten in Aussenlagern zwischendeponiert und mit aufwändigen Transporten verschoben werden.

Aus diesen Gründen entschied man sich nach dem Milleniumswechsel für die Realisierung eines Erweiterungsbaus mit grundlegenden Anpassungen im bestehenden Teil. Der Neubau sollte mehr Raum für die Industrielle Produktion schaffen und einen rationellen Arbeitsablauf ermöglichen. Zudem brauchte es Sitzungs- und Arbeitszimmer sowie neue Lagerräume und Reserven für die künftige Entwicklung.

Für die Planung und Realisierung des Erweiterungsbaus wurde das Architekturbüro Kaufmann, van der Meer + Partner beauftragt. Die Architekten erweiterten das Gebäude gegen Norden und achteten dabei darauf, den markanten „Urbau“ von Theo Hotz nicht zu verunstalten oder zu konkurrenzieren. Die Erweiterung gelang perfekt - der Wechsel vom alten zum neuen Teil des Bubu-Gebäudes ist kaum zu erkennen. Formen und Materialien zeigen jedoch, dass es sich um einen Bau von heute handelt - was wiederum sehr zu Bubu passt: Die Verbindung von Tradition und Innovation, die kreative Umsetzung eines jahrhundertealten Handwerks mit modernster Technologie.

Aber am besten schauen Sie sich unser Gebäude live vor Ort an. Kommen Sie uns doch mal besuchen!

LAGEPLAN
EINBLICK INS GEBÄUDE

BERICHT AUS DEM HOCHPARTERRE

Bubu-Gebäude heute, Südansicht
Baudokumentation 1983
Baudokumentation 1983
Viel Licht ohne direkte Sonneneinstrahlung: Fassadenquerschnitt mit schematischer Darstellung der Sonnenstrahlen (Baudokumentation 1983)
Erweitertes Bubu-Gebäude (seit 2003)